17.05.2012     13:31 Uhr
BabyCare ...gesunde Schwangerschaft

Wissenswertes rund um die Schwangerschaft


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Der Mutterpass

Der Mutterpass ist ein wichtiges Dokument für die Schwangere und sollte deshalb von ihr auch immer mitgeführt werden!!

Dort werden alle Vorsorgeuntersuchungen eingetragen, die im Laufe einer Schwangerschaft anstehen und somit auch alle Daten, Fakten und Ergebnisse im Bezug auf die Gesundheit der Mutter und des Kindes, die mit diesen Untersuchungen in Verbindung stehen. Weiterhin jedoch auch die Untersuchungen des Neugeborenen und die Untersuchungen der Mutter nach der Geburt, also die Wochenbett-Untersuchungen.

Der Mutterpass wird nach der ersten Vorsorgeuntersuchung von seiner Ärztin / seinem Arzt ausgegeben, dieser enthält viele medizinische Fachbegriffe und die Ergebnisse der Untersuchungen werden oft in Abkürzungen eingetragen. Für den nichtmedizinischen Laien wird dieses Dokument so schnell zu einem Buch mit sieben Siegeln.

Auf Seite 2 des Mutterpasses befinden sich die Serologischen Untersuchungen, womit alle Untersuchungen im Bezug auf das Blut gemeint sind. Dabei wird unter anderem die Blutgruppe der Mutter, aber auch einige Krankheiten, die im Blut nachgewiesen werden können, aufgelistet.

Weiter auf Seite 4 werden alle Ergebnisse von vorangegangenen Schwangerschaften eingetragen. Dabei kann es sich um bereits geborene Kinder handeln, aber auch um Fehl- oder Frühgeburten, wie auch um Abtreibungen. Dadurch können zum Teil Risiken für die aktuelle Schwangerschaft abgelesen werden, womit die Ärztin / der Arzt einen Hinweis auf den kommenden Schwangerschaftsverlauf geben kann.

Auf Seite 5 findet sich die Anamnese. Diese meint die Vorgeschichte der Schwangeren im Bezug auf ihre Gesundheit, die sogenannte Krankengeschichte. Hier werden zum einen Stammdaten, wie unter anderem das Alter, das Gewicht und die Größe eingetragen. Der Bereich der Anamnese ist in mehrere Segmente unterteilt, wobei A hier das erste ist. Dort werden Krankheiten von nahestehenden Familienmitgliedern eingetragen, aber auch Belastungen, mit denen die Frau in ihrer Schwangerschaft belastet werden kann. Auf Grund dieser Informationen kann die Schwangere dann ggf. einer Risikogruppe zugeordnet werden, wodurch ihr dann mehr ärztliche Untersuchungen zustehen.

Auf Seite 6 geht die Anamnese weiter mit dem Katalog B, indem Besonderheiten in der Schwangerschaft abgefragt werden. Weiterhin findet sich auf dieser Seite die Eintragung zur Geburtsterminbestimmung. Zur Berechnung des Geburtstermins wird von einem gleich bleibenden Zyklus von 28 Tagen und eine Schwangerschaftsdauer von 40 Wochen ausgegangen. Da dies aber nicht bei jeder Frau der Fall ist, kommen nicht alle Kinder exakt zu dem vorher bestimmten Termin zur Welt.

Ab Seite 7 können alle Eintragungen zum Gravidogramm vorgenommen werden, wobei bei jeder Vorsorgeuntersuchung eine Zeile in diesem Bereich ausgefüllt wird. Dadurch wird der Schwangerschaftsverlauf grafisch dargestellt. Eingetragen wird hier z.B. auch der Zeitpunkt der Schwangerschaft, gerechnet in Wochen + den Tagen. Weiter werden alle Ergebnisse aufgenommen, die bei der Vorsorgeuntersuchung durch den Arzt festgestellt wurden. Hierzu gehören z.B. auch Herztöne oder Kindsbewegungen.

Ab Seite 9 ist noch einmal Platz für die Eintragung von Besonderheiten, Krankenhausaufenthalten und für cardiotokographische Befunde, kurz auch CTG. Das CTG wird ab der 30. SSW durchgeführt und zeigt die Herztöne des Kindes sowie die Wehentätigkeit der Mutter an. Die Ultraschalluntersuchungen oder auch Screenings, werden auf den Seiten 10, 11 und 12 eingetragen. Dabei sind generell drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen. Bei diesen Untersuchungen können die Eltern ihr Kind sehen und seine Herzaktivität erkennen. Dazu können auf Seite 13 die Ergebnisse der Untersuchung in die Normkurven eingetragen werden. Dabei stellt die untere Kurve den Durchmesser des Bauches der Schwangeren dar und die obere Kurve zeigt den Durchmesser des Kopfes des Kindes. Anhand der graphischen Darstellung kann man hier erkennen, ob die Größen im Bereich des Normalen liegen, oder ob sie etwas abweichen.

Für Besonderheiten bei diesen Untersuchungen ist auf Seite 14 Platz, zusammen mit den Dopplersonographien. Diese Untersuchung ist eine Zusatzuntersuchung, die nur bei Bedarf durchgeführt wird. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn das Wachstum des Kindes geringer ist als im Normalfall. Dann kann durch die Dopplersonographie die Zirkulation des Blutes beim Kind dargestellt werden, weiterhin aber auch die Durchblutung der Placenta und die der Nabelschnur.

Ab Seite 15 beginnt dann die Abschlussuntersuchung, oder auch Epikrise. Dabei werden alle Informationen der Schwangerschaft noch einmal komprimiert zusammengefasst. Weiterhin kommen hier noch die Ergebnisse der Geburt, des Wochenbetts und die frauenärztlichen Untersuchungen nach der Geburt hinzu.

Allgemein können in einem Mutterpass insgesamt 2 Schwangerschaften dokumentiert werden. Weiter Abkürzungen oder Fremdbegriffe, die sie im Mutterpass finden, können sie auch im BabyCare-Handbuch nachlesen.  


Beitrag zuletzt aktualisiert am: 21.12.11 12:11