17.05.2012     13:32 Uhr
BabyCare ...gesunde Schwangerschaft

Wissenswertes rund um die Schwangerschaft


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Die Ultraschalluntersuchung

Die Ultraschalluntersuchungen, auch Screening genannt, sind in den Vorsorge-Untersuchungen fester Bestandteil, wobei sie 3 mal vorgesehen sind, also jedes Trimester einmal. Verläuft die Schwangerschaft normal sind diese drei vorgeschriebenen Ultraschalluntersuchungen ausreichend. Durch Ultraschall kann die Größe des Kindes gemessen und verglichen werden und weiterhin können "sichtbare" Embryo-Fehlbildungen erkannt werden. Im Rahmen des pränatalen Screenings werden sie also eingesetzt, um Hinweise auf Behinderungen zu finden, ohne dass ein spezieller Verdacht dafür bestanden hätte. In erster Linie wird dies aber genutzt, um die normale Entwicklung des Fötus während der Schwangerschaft zu überwachen. Dabei kann der Arzt mit Hilfe der Sonographie folgendes betrachten: Die Fruchtblase schon ab der 4. Schwangerschaftswoche.( Das ist allerdings nur mit einem hoch auflösenden Sonographiegerät möglich.), Den Embryo etwa ab der 5. Schwangerschaftswoche, Herzaktionen des Kindes etwa ab der 6. Schwangerschaftswoche, Embryonale Bewegungen ab der 6. bis 7. SSW, Mehrlings-Schwangerschaften sind bereits in der Frühschwangerschaft feststellbar, Kindliche Fehlbildungen: Diese kann der Arzt in der 19. bis 22. SSW erkennen bzw. ausschließen, Die zeitgerechte kindliche Entwicklung sowie die Kindslage und die Lage des Mutterkuchens (Plazenta) in der 29. bis 32. Schwangerschaftswoche. In der frühen Schwangerschaft, also vor der 12. Schwangerschaftswoche, erhält der Arzt die besten Untersuchungsergebnisse durch die Vaginalsonographie. Der Arzt führt dabei die Ultraschallsonde in die Scheide ein. Auch wenn der Embryo erst eine Größe von wenigen Millimetern hat, ist er auf dem Bildschirm gut zu erkennen.

Das Ersttrimesterscreening während der 11. bis 14. Schwangerschaftswoche kombiniert eine Risikoabschätzung aufgrund des mütterlichen Alters mit Befunden aus dem Ultraschall und biochemischen Untersuchungen im Blut der Mutter. Daraus wird die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Chromosomenstörung errechnet. Grundlage des Zweittrimesterscreenings in der 16. bis 18. Schwangerschaftswoche bildet der Triple-Test. Bei beiden Tests wird ein Eiweiß nachgewiesen, dass vom Fötus ausgeschieden wird und über das Fruchtwasser ins mütterliche Blut gelangt. Erhöhte Werte, dieses Eiweißes liefern unter anderem Hinweise auf einen offenen Rücken. Eine Ultraschalluntersuchung beinhaltet nach derzeitigem Wissen keinerlei Risiko für Mutter und Kind.
Weiterhin gibt es durch neuste medizinische Technik noch die Möglichkeit einen 3D-Ultaschall durchführen zu lassen. Als 3D-Ultraschall, auch 3D-Sonografie genannt, wird die um eine Dimension erweiterte Darstellung bei Ultraschall-Untersuchungen bezeichnet. Die dreidimensionale Betrachtung ermöglicht eine räumliche Darstellung des ungeborenen Kindes bzw. einzelner Organe und Körperpartien. Der 3D-Ultraschall ist eine besondere Methode der Ultraschall-Untersuchung und unterscheidet sich für die Schwangere vom Ablauf her nicht von anderen Ultraschall-Untersuchungen. Die günstigsten Zeiträume für 3D-Aufnahmen sind die 12. bis 16. Schwangerschaftswoche (für Bilder vom ganzen Ungeborenen) und die 25. bis 33. Schwangerschaftswoche (für Detailbilder einzelner Organe und Körperpartien des Ungeborenen). Auch frühere und spätere Untersuchungszeitpunkte sind prinzipiell möglich. Wie gut das Ungeborene bzw. seine einzelnen Organe und Körperpartien zu sehen sind und ob z. B. auch das Geschlecht erkannt werden kann, hängt nicht nur vom Untersuchungsgerät und dem Können des Arztes ab, sondern auch von Faktoren wie z. B. der Lage des Ungeborenen, des Plazenta-Sitzes, der Fruchtwassermenge (wenig Fruchtwasser bedeutet schlechtere Schalleitung), der Schwangerschaftswoche und der Stärke der mütterlichen Bauchdecke.

Nur bei besonderen und definierten Problemen oder Risiken werden weiterführende Ultraschalluntersuchungen übernommen. Alle anderen Untersuchungen sind keine Kassenleistungen. Dazu gehört auch 3D-Ultraschall ohne Indikation. Die Kosten betragen ca. 100 €, je nach der Anzahl der Bilder.  


Beitrag zuletzt aktualisiert am: 03.11.11 13:54