17.05.2012     13:35 Uhr
BabyCare ...gesunde Schwangerschaft

Wissenswertes rund um die Schwangerschaft


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Frühgeburt

Ein Baby bezeichnet man als Frühchen, wenn es noch vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren wird. Damit sind also die Kinder gemeint die ungefähr 2 Wochen zu früh kommen, aber natürlich auch alle Kinder die noch früher zur Welt kommen. Dadurch kann sich der Gesundheitszustand der frühgeborenen Kinder enorm unterscheiden, denn je früher das Kind kommt, desto mehr Risiken ist es ausgesetzt. Im Durchschnitt wiegen die Frühchen weniger als 2500 g. Doch auch das Gewicht kann zwischen den einzelnen Kindern stark schwanken. Noch vor einigen Jahren wäre es nicht möglich gewesen einen so jungen Menschen am Leben zu erhalten. Doch durch modernste medizinische Technik können immer jüngere und immer leichte Kinder weiter am Leben erhalten werden. Diese neuartige Medizin verhindert jedoch nicht, dass die Frühchen trotzdem oft schwere Folgen davon tragen. Dabei haben zu früh geborene Babys oft erhebliche Beeinträchtigungen im Bezug auf ihre Sinneswahrnehmung. Ihr Hör-, Seh- und Sprachvermögen ist oftmals eingeschränkt. Im Allgemeinen ist ihr ganze Entwicklung im Vergleich zu Gleichaltrigen verzögert. In ganz schweren Fällen können die Kinder auch Hirnschäden davon tragen, die dann zur Folge haben, dass sie ein Leben lang sowohl körperlich als auch geistig behindert sein werden.
Eine Frühgeburt kann in manchen Fällen gewollt sein, da es aufgrund von schweren Komplikationen in der Schwangerschaft nicht länger möglich ist diese noch weiter aufrecht zu erhalten. Dabei wird die Geburt meist künstlich eingeleitet, da das Leben von Mutter und/oder Kind bei weiterer Schwangerschaft gefährdet wäre. Aber es gibt auch einige Risiken, denen sich die Frau in der Schwangerschaft ausliefert, und die dann für eine Frühgeburt verantwortlich gemacht werden können. Zu den Ursachen, die eine Frühgeburt auslösen gehören dann z.B.:
  •  Unbehandelte Infektionen
  • Ein vorzeitiger Blasensprung
  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • Stress
  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Fehlbildungen der Gebärmutter
  • Muttermundsschwäche
  • Das Alter der Mutter (also sehr junge Mütter unter 18 oder Mütter über 38)
 Wenn die Mutter bereits Wehen verspürt, ist es meist zu spät, um die Geburt noch aufzuhalten und das Kind wird geboren. Dabei sind die meisten Kinder in ihrer Entwicklung noch nicht ausreichend entwickelt, so dass es in manchen Fällen auch durch die modernste Medizin nicht möglich ist das Kind am Leben zu erhalten. Manche brauchen einfach nur noch einige Zeit die Hilfe von medizinischen Geräten und können dann nach einigen Wochen ihr Leben ganz allein bestreiten.
Der Zustand des Kindes ist somit in jedem Fall abhängig von der Schwangerschaftswoche, in der das Kind geboren wird. Weiterhin aber auch von seinem Gewicht, mit dem das Kind auf die Welt kommt. Dabei gilt generell, je später das Kind geboren wird und je schwerer es bei der Geburt ist, desto besser stehen die Chancen fast ohne Komplikationen aufwachsen zu können. Dabei liegt die Grenze, unter der ein Kind fast keine Chancen hat zu überleben, bei einer Geburt vor der 24. SSW und einem Gewicht unter 500 g. Das größte Problem bei einer solch frühen Geburt ist, dass die Lunge des Kindes noch nicht ausreichend entwickelt ist, so dass das Kind außerhalb der Gebärmutter nur sehr schwer lebensfähig ist. Weiterhin besteht immer die Gefahr einer Infektionen, die dann für das Kind nur schwer zu bewältigen ist.

Etwa 5 – 7% der Geburten in Deutschland sind Frühgeburten. Dabei ist das oberste Ziel, wenn eine drohende Frühgeburt festgestellt wird, dass das Kind noch so lange wie möglich in der Gebärmutter bleibt, dass also die Geburt so lange wie es eben geht herausgezögert wird. Dafür ist es also wichtig alle angesetzten Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen, damit ein Risiko für eine Fehlgeburt sofort von einem Arzt erkannt werden kann, umso eine entsprechende Betreuung der Frau einzuleiten.


Beitrag zuletzt aktualisiert am: 13.12.11 11:25