17.05.2012     13:39 Uhr
BabyCare ...gesunde Schwangerschaft

Wissenswertes rund um die Schwangerschaft


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Vorzeitiger Blasensprung

Einige Wochen vor der Geburt sollten sie sich darauf vorbereiten, dass es jeder Zeit zu einem Blasensprung kommen kann. Zwar platzt die Blase meist erst kurz vor oder unter der Geburt, aber es ist nicht ungewöhnlich, dass die Blase auch schon früher springt. Dann haben viele Frauen Angst, weil sie nicht damit gerechnet haben und nun nicht wissen was sie tun sollen. Wenn die Blase platzt so tritt das Wasser entweder schwallartig aus oder tröpfelnd. Wenn sie dies bemerkt haben, brauchen sie nicht beunruhigt sei, denn auch dann kann es noch einige Stunden dauern bis das Baby auf die Welt kommt. Sie sollten jedoch wissen, dass das Kind nun innerhalb von 24 Stunden geboren werden muss, da es nun ungeschützt in der Gebärmutter liegt und so mit Keimen infiziert werden kann. Ein vorzeitiger Blasensprung liegt jedoch nur dann vor, wenn die Blase lange vor dem errechneten Geburtstermin platzt. Dies ist bei jeder 10. Schwangerschaft der Fall. Dann sollten sie den Blasensprung sehr viel ernster nehmen, denn es handelt sich dabei um einen medizinischen Notfall. Dabei sollten sie sich umgehend in die Klinik einliefern lassen. Es ist wichtig, dass sie nach dem Blasensprung nicht mehr laufen oder sitzen, sondern dass sie sich hinlegen. Es bietet sich hierbei an sich ein Handtuch zwischen die Beine zu legen und die Beine dann übereinander zu schlagen. Weiterhin besteht hier die Gefahr des Nabelschnurvorfalles. Das bedeutet, dass die Nabelschnur vor den Muttermund fällt und der Kopf des Kindes so nicht direkt auf dem Muttermund aufliegen kann. Wenn der Kopf des Kindes dann nach unten drückt, kann er dabei die Nabelschnur abdrücken, was dann die Sauerstoffzufuhr des Kindes beeinträchtigt. Dabei hängen die Risiken für das Kind in jeden Fall von dem Zeitpunkt der Schwangerschaft ab. Wenn es vor der 26. SSW zu einem Blasensprung kommt, so sind die Risiken am größten. Zwischen der 26. und der 32 SSW besteht das größte Risiko in dem Vorfallen der Nabelschnur. Aber auch zwischen der 33. und 35. SSW bestehen für das Kind noch Risiken, so dass versucht wird die Geburt so lange wie möglich heraus zu zögern. Jedoch sollten sie während dieser Zeit schnell reagieren, wenn sie einen Blasensprung feststellen, damit sie so schnell wie möglich in eine ärztliche Versorgung bekommen.

Ab der 36. Woche bestehen dann für das Kind nicht mehr allzu große Risiken. Trotzdem sollten sie auf einen Blasensprung während dieser Zeit immer vorbereitet sein. Dabei platzt die Fruchtblase meist in der Nacht, wenn die Frau entspannt ist. Das hat damit zu tun, dass dann das Großhirn nicht mehr so aktiv ist und dadurch die Hormone ausgeschüttet werden können, die für das Platzten der Blase verantwortlich sind. Deshalb sollten sie ihr Bett auch dementsprechend präparieren. Dazu eigenen sich Vorlagen die auf der einen Seite saugfähig sind, auf der anderen Seite aber kein Wasser durchlassen. Dadurch ist gewährleistet, dass die Matratze ihres Bettes nicht nass wird. Diese Vorlagen erhalten sie in der Apotheke. Weiterhin sollten sie zu diesem Zeitpunkt schon ihre Kliniktasche gepackt haben, so dass sie jeder Zeit griff bereit ist. Was genau sie in die Kliniktasche packen sollten, ist in einem gesonderten Bericht („Kliniktasche“) noch einmal aufgelistet.


Beitrag zuletzt aktualisiert am: 13.12.11 11:24