17.05.2012     13:44 Uhr
BabyCare ...gesunde Schwangerschaft

Wissenswertes rund um die Schwangerschaft


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Unfruchtbarkeit

Unfruchtbarkeit ist heute kein seltenes Thema mehr, denn fast jedes sechste Paar hat Schwierigkeiten schwanger zu werden und sogar 5 % der Paare mit Kinderwunsch bleiben ungewollt kinderlos. Unfruchtbarkeit liegt im medizinischen Sinne aber erst dann vor, wenn ein Paar nach einem Jahr ohne Verhütung und regelmäßigem Geschlechtsverkehr noch nicht schwanger geworden ist.

Anstatt Unfruchtbarkeit kann man auch von Sterilität oder Infertilität sprechen. Dies beschreibt in erster Linie die Unfähigkeit gesunde Nachkommen zu zeugen. Jedoch gibt es zwischen Sterilität und Infertilität einen Unterschied. Dabei beschreibt die Infertilität die Unfähigkeit eine Schwangerschaft auszutragen, wenn also eine Frau schon mehrmals schwanger war, jedoch immer wieder eine Fehlgeburt hatte.

Bei der Sterilität wird noch zwischen primärer und sekundärer Sterilität unterschieden. Eine primäre Sterilität bedeutet, dass ein Frau nach einem Jahr regelmäßigem und ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht schwanger wird und die sekundäre Sterilität bezieht sich auf Frauen, die bereits ein Kind geboren haben und danach nicht noch einmal schwanger werden können.

Bei Unfruchtbarkeit gilt es weiter zu unterscheiden, ob es sich um eine vollständige Unfruchtbarkeit handelt oder ob es „nur“ eine Fruchtbarkeitsstörung ist. Die völlige Unfruchtbarkeit beschreibt das Fehlen der biologischen Voraussetzungen für eine Zeugung oder eine Schwangerschaft. In diesem Fall kann das Paar keine eigenen Kinder bekommen. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um Fruchtbarkeitsstörungen, bei denen die Ursache entweder beim Mann oder bei der Frau oder auch bei beiden liegen kann.

Bei der Frau kann eine nicht eintreten wollende Schwangerschaft zum Beispiel durch Hormonstörungen oder durch Schädigungen der Eileiter, der Gebärmutter oder des Gebärmutterhalses verursacht werden. Bei den Hormonstörungen gibt es drei verschiedene Störungen, die ursächlich für die Kinderlosigkeit sein könnten. Zum einen ist dies eine Überproduktion von männlichen Geschlechtshormonen, eine Überproduktion des Hormons Prolaktin oder eine Schilddrüsenfehlfunktion. Durch die Hormonstörungen können in den Eierstöcken Probleme auftreten, die dann die Eireifung oder einen Eisprung verhindern und die Frau nicht schwanger werden kann. Auch eine Schädigung der Eileiter kann eine Schwangerschaft verhindern. Dies kann durch Entzündungen, Eileiterschwangerschaften oder Operationen verursacht werden. Durch die Schädigung kann der Eileiter nicht, wie im Normalfall, die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter transportieren, was eine Schwangerschaft verhindert. Auch bei einer Schädigung der Gebärmutter oder des Gebärmutterhalses können die gewohnten Vorgänge der Befruchtung nicht wie normal ablaufen und so eine Schwangerschaft verhindern. Dabei kann die Schädigung zum Beispiel durch Operationen oder Muskelknoten (Myome) verursacht worden sein.

Bei dem Mann gibt es zwei Gründe durch die er keine Kinder zeugen kann. Das kann zum einen eine Störung der Zeugungsfähigkeit sein, was bedeutet, das Sperma des Mannes weist eine schlechte Qualität auf. In der Samenflüssigkeit sind zu wenig gut bewegliche bzw. gesunde Spermien enthalten und die Samenzellen erreichen so nicht die zu befruchtende Eizelle. Es kann jedoch auch eine Störung des Spermientransports vorliegen. Dies bedeutet, dass eine Blockierung oder ein Verschluss des Samenleiters die Ursache ist, weshalb keine Samenzellen in die Samenflüssigkeit gelangen und eine Befruchtung nicht möglich ist.

All diese Störungen können sehr viele verschiedene Ursachen haben. Viele dieser Ursachen sind vor allem durch den Lebensstil des Betroffenen beeinflusst. So kann zum Beispiel Stress, schwere körperliche Arbeit oder auch das Alter eine bedeutende Rolle spielen. Um jedoch genau heraus zu finden, worin sich die Kinderlosigkeit begründet, sollte auf jeden Fall ein Gespräch mit einem entsprechenden Facharzt geführt werden, um gegebenenfalls weitere Untersuchungen oder Behandlungen einzuleiten.

 


Beitrag zuletzt aktualisiert am: 12.12.11 12:34