17.05.2012     13:48 Uhr
BabyCare ...gesunde Schwangerschaft

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Blasenentzündung

Frauen neigen achtmal häufiger zu Blasenentzündungen als Männer. Der Grund dafür ist die weibliche Harnröhre, die wesentlich kürzer ist als die des Mannes, so dass die Erreger einen kürzeren Weg zurücklegen müssen, um sich in Blase und Harnwegen einzunisten und zu vermehren. In der Schwangerschaft entspannt sich zusätzlich noch die Harnwegsmuskulatur unter der Einwirkung der Hormonumstellung. Das macht Sie noch anfälliger für eine Blasenentzündung und weiterhin auch für eine Nierenentzündung. Bei den Infektionskrankheiten der Harnwege wird weiterhin unterschieden zwischen der unteren Harnwegsinfektion, welche eine Blasenentzündung meint und der oberen, die eine Nierenbeckenentzündung meint. Beide Arten der Harnwegsinfektionen sollten vor allem während der Schwangerschaft schnell behandelt werden. Nicht nur, weil solch eine Infektion für Sie selbst unangenehm ist: Auch Ihr Baby ist durch eine Harnwegsinfektion gefährdet, weil Bakterien in die Gebärmutter gelangen und eine Fehlgeburt oder Frühgeburt auslösen können. Einer amerikanischen Studie zufolge kann bei einer Harnwegsinfektion vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft die Entwicklung des Ungeborenen beeinträchtigt werden. Fälle geistiger Behinderung werden ebenfalls damit in Zusammenhang gebracht.

Die Symptome einer Blasenentzündung können sehr unangenehm sein, dazu zählen z.B. ständiger Harndrang und Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen. Aber auch wenn der Urin ungewohnt riecht oder Blut enthält kann dies ein Zeichen für eine Blasenentzündung sein. Wenn sie diese Anzeichen feststellen, sollte sie am besten sofort ihren Arzt informieren, dieser kann dann anhand einer Urinprobe feststellen, ob eine bakterielle Infektion vorliegt und folglich eine Behandlung mit Antibiotika verordnen. Sie sollte sich dabei auf jeden Fall von ihrem Arzt beraten lassen, welche Medikamente sie während der Schwangerschaft einnehmen dürfen. Dabei gibt es auch einige Antibiotika, die auch während einer Schwangerschaft eingenommen werden können und gut wirksam sind. Von einer Selbstmedikation ist in diesem Fall völlig abzuraten. Ihr Arzt wird Ihnen die Medikamente verschreibe, die auf die Schwangerschaft abgestimmt und für Ihr Kind unbedenklich sind.

Die Ursachen für eine Blasenentzündung können sehr unterschiedlich sein. So kann es zur Infektion kommen, wenn z.B. Störungen des Harnabflusses vorliegen, eine Abwehrschwäche aufgrund von Hormonen vorliegt oder durch eine Keimübertragung beim Geschlechtsverkehr. Die meisten Harnwegsinfektionen werden jedoch durch Bakterien aus dem Dickdarm hervorgerufen. Deshalb ist es nach jedem Toilettengang besonders wichtig, mit dem Papier vorsichtig von vorn nach hinten zu wischen. Sie vermeiden so, dass Darmbakterien in die Scheide oder in die Harnröhre gelangen können.
Sie können bei der Feststellung einer Blasenentzündung neben der medikamentösen Behandlung aber auch noch einiges tun, um die Blasenentzündung wieder in den Griff zu bekommen. Dabei Hilfe es z.B. viel zu trinken, im Falle der Erkrankung bietet sich dafür Blasentee an. Durch das viele Trinken werden die Harnwege ständig gespült und die Bakterien können sich hier nicht vermehren. Auch sollten sie darauf achten, dass sie sich nicht unterkühlen, denn dies würde die Entzündung noch begünstigen. Ziehen Sie sich deshalb warm genug an und vermeiden Sie kalte Füße.

Weiterhin können sie aber auch vorbeugend etwas gegen Blasenentzündungen tun. Dabei sollten sie allgemein viel trinken, etwa 2 – 3 Liter Wasser am Tag. Beim Wasserlassen sollte die Blase immer ganz entleert werden und auch häufiges Wasserlassen verringert die Gefahr einer Harnwegsinfektion.  


Beitrag zuletzt aktualisiert am: 13.12.11 10:57