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Eierstockzysten
Zysten am Eierstock kommen gerade nach hormoneller Kinderwunschbehandlung häufiger vor. Sie sind in der Regel harmlos und bilden sich meist von selbst zurück. Sollten sie aber weiter wachsen, wird Ihr Frauenarzt eine Punktion unter Ultraschall vornehmen, um die Zysten zu untersuchen.
Eine Zyste ist ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum. "Funktionelle" Zysten des Eierstocks sind keine echten, selbständig wachsenden Geschwülste, sondern Folge einer Störung der Entwicklung von Follikel oder Gelbkörper. Sie müssen von echten Neubildungen oder Entartungen des Eierstockgewebes unterschieden werden. Funktionelle Eierstockzysten sind ca. zehnmal häufiger als echte Eierstockgeschwülste.
Neben den funktionellen Eierstockzysten gibt es echte Neubildungen, sogenannte zystische Eierstocktumoren, zystische Auftreibungen der Eileiter und Restzustände aus der Embryonalentwicklung, die sogenannten Zysten neben dem Eierstock . Die Follikelzyste wird als funktionelle Eierstockzyste bezeichnet, weil sie, wie das ursprüngliche Eibläschen, Hormone ausscheidet.
Häufig bestehen keine Beschwerden und die funktionellen Eierstockzysten werden bei der Routineuntersuchung beim Frauenarzt oder im Ultraschall zufällig entdeckt. Wenn Zysten aber sehr groß werden, können sie Schmerzen verursachen. Platzt eine Zyste, kann eventuell ein plötzlicher Unterbauchschmerz auftreten. Ein plötzlicher Schmerz tritt auf, wenn sich ein Eierstock dreht und die Blutab- und zufuhr stranguliert wird (Stieldrehung), dies geht häufig mit Übelkeit und Erbrechen einher.
Kommt es beim Platzen einer Eierstockzyste zur Verletzung eines Blutgefäßes auf der Zystenoberfläche, kann es zu einer bedrohlichen Blutung in das Bauchinnere bis zum Kreislauf-Schock kommen, was aber sehr selten ist. Bei sehr großen Eierstockzysten (ca. 10 cm), besteht die Gefahr einer Stieldrehung (häufig nach heftigen Bewegungen z.B. beim Sport, Tanzen) mit akuten, heftigen Unterbauchschmerzen. Dabei kommt es zu einer Unterbrechung der Blutversorgung des Eierstocks. In beiden Fällen muss schnell operiert werden Es bietet sich dazu die Bauchspiegelung an. Bei Stieldrehung reicht es meistens aus den Eierstock zurückzudrehen und abzuwarten, ob sich der Eierstock erholt. Dann kann die Zyste entfernt werden. Ist das Gewebe bereits abgestorben, muss der Eierstock entfernt werden.
Sollten sie also die geschilderten Beschwerden haben, so wenden sie sich am besten an ihren Arzt, der kann dann durch eine Untersuchung feststellen, ob es sich wirklich um eine Eierstockzyste handelt und sie dann ggf. weiter beraten.
Beitrag zuletzt aktualisiert am: 13.12.11 11:00