17.05.2012     13:57 Uhr
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Schilddrüsenunterfunktion

Der Stoffwechsel ändert sich in den verschiedenen Lebensphasen. So muss in jedem Abschnitt der Hormonbedarf erneut angepasst werden. Aber auch durch die Einnahme von Verhütungsmitteln und oestrogenhaltigen Wechseljahrespräparaten wird eine funktionelle Anpassung der Schilddrüse erforderlich. Daher wird gerade Frauen empfohlen, auf ihre Schilddrüse zu achten und diese regelmäßig untersuchen zu lassen.

Die Schilddrüsenunterfunktion wird auch Hypothyreose genannt. Hypothyreote Frauen weisen einen äußerst niedrigen Spiegel des Stoffwechselhormons Thyroxin auf. Die typischen Symptome beginnen langsam und schleichend und sind meist uncharakteristisch: Müdigkeit und Leistungsabfall, Appetitlosigkeit, trockene Haut und glanzloses Haar, träge Verdauung, Kälteempfindlichkeit und Zyklusstörungen bis hin zum Ausbleiben der Regelblutung.
Deshalb haben Frauen mit einer unerkannten und unbehandelten Unterfunktion häufig Probleme mit ihrer Fruchtbarkeit.
Werden sie dennoch schwanger, besteht ein erhöhtes Risiko, dass ihr Kind an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden wird oder dass es sogar zu einer Totgeburt kommt. Diese Risiken können früh erkannt und durch eine individuell genau abgestimmte Behandlung mit Schilddrüsen-Hormontabletten unter Kontrolle gehalten werden. Dabei muss in der Regel die Dosis deutlich (um ca. 50 Prozent) erhöht werden. Wenn diese Therapie früh genug begonnen, richtig dosiert und konsequent durchgeführt wird, besteht keine Gefahr für das Baby.
Bei Frauen, die an einer unbehandelten Hashimoto-Thyreoiditis mit Hypothyreose oder einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse leiden, bestehen ähnliche Risiken wie bei Frauen mit Hypothyreose. Die Behandlungsmethoden sind deshalb gleich.  

Beitrag zuletzt aktualisiert am: 13.12.11 11:09