Wissenswertes rund um die Schwangerschaft
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Mutter-Kind-Beziehung
Eine gute emotionale Beziehung zwischen Mutter und Kind ist natürlich für das gesunde Heranwachsen des Kindes von allergrößter Bedeutung. Die Beziehung beginnt dabei bereits in der frühen Schwangerschaft. Gleiches gilt natürlich auch für den Vater oder eine andere wichtige Bezugsperson, die viel Zeit mit dem Kind verbringt. Bei nicht wenigen psychosomatischen Krankheiten des Kindes (z.B. Neurodermitis) werden auch Störungen in der Mutter-Kind-Beziehung als mitverursachend vermutet. Dadurch wird deutlich wie wichtig und tiefgreifend eine solche Beziehung ist. Dabei fördert vor allem das Stillen eine gute Mutter-Kind-Beziehung. Die Mutter-Kind-Beziehung prägt weiterhin entscheidend das Sozialverhalten und die Persönlichkeit des Kindes. Untersuchungen an Heimkindern ergaben, dass eine gute frühe Mutter- bzw. Eltern-Kind-Beziehung bei menschlichen Säuglingen eine notwendige Vorraussetzung für eine störungsfreie Entwicklung und Sozialisation darstellt.
Die Intelligenz zusammen mit Charaktereigenschaften (ehrgeizig, träge, selbstbewusst, ehrlich, egozentrisch, introvertiert, sparsam, cholerisch, neurotisch, psychotisch, rücksichtslos, treu, usw.) machen die Persönlichkeit aus, welche auch durch die Mutter-Kind-Beziehung beeinflusst werden können.
Die Mutter/Kindbeziehung kann auch als prägungsähnliches Lernen aufgefasst werden. Unter Lernen versteht man allgemeine erfahrungsbedingte Verhaltensänderungen bei Mensch und Tier. Diese Erfahrungen werden im Gedächtnis gespeichert. Jedes Individuum hat seine eigene Wertvorstellung; diese wird durch Lernvorgänge geprägt. Diese Lernvorgänge können von Kultur zu Kultur verschieden sein. Die Prägung stellt eine ganz besondere Lernform dar. Prägungen erfolgen meist in früher Jugend, sind an eine sensible Phase gebunden, und führen schnell zu sehr stabilen, mitunter irreversiblen Ergebnissen (Fehlprägungen). Werden spezielle Prägungen im Bereich des Sozialverhaltens versäumt, kann dies zu schweren psychischen Schäden führen.
(Quelle: Natalie Schill: Genetische und umweltbedingte Einflüsse auf interindividuelle Unterschiede (Facharbeit))
Beitrag zuletzt aktualisiert am: 13.12.11 11:28