17.05.2012     14:15 Uhr
BabyCare ...gesunde Schwangerschaft

Wissenswertes rund um die Schwangerschaft


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Akupunktur als Behandlungsmethode

Alternative Behandlungsformen rücken immer mehr in das Interesse der Allgemeinheit und so natürlich auch von Schwangeren. So bieten auch diese viele Möglichkeiten um einige Beschwerden zu lindern, wodurch sie für Schwangere besonders interessant sind, da in dieser Zeit oft von einer Behandlung mit Medikamenten abgeraten wird. Zu den alternativen Behandlungsmöglichkeiten gehört unter anderen auch die Akupunktur. Dies ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin, wobei in bestimmte Punkte am Körper Nadeln gestochen werden.

Gegen Akupunktur in der Schwangerschaft ist nichts einzuwenden. Verschiedene gynäkologische Beschwerden und Krankheiten werden erfolgreich mit Akupunktur behandelt. Die Wirksamkeit der Akupunktur ist aber nach wie vor nicht richtig gesichert. In jedem Fall stellt sich die Wirksamkeit bei dieser Form der Behandlung erst nach einigen Sitzungen ein.
In der Schwangerschaft sind so z.B. viele Frauen von Kopfschmerzen geplant. Dabei setzt eine steigende Zahl von Ärzte Akupunktur zur Behandlung von Migräne oder Spannungskopfschmerzen ein. In der Schwangerschaft wendet man Akupunktur jedoch nur unter Beachtung wichtiger Grundsätze an, da die übermäßige Reizung bestimmter Akupunkturpunkte Wehen auslösen kann. So werden die Nadeln nur mild stimuliert. Akupunktur kann weiterhin auch als Geburtsvorbereitung genutzt werden. Dafür werden 4 - 8 Sitzungen ein- bis zweimal wöchentlich in den letzten vier Schwangerschaftswochen durchgeführt. Bei Verwendung bestimmter Punkte ist eine signifikant verkürzte Geburtsdauer und eine deutlich bessere Muttermundreifung in einer kontrollierten Untersuchung nachgewiesen worden. Die günstigere Muttermundreifung sowie die verbesserte Wehenkoordination verkürzten letztendlich die Eröffnungsphase um 20% bei Erstgebärenden. Der Behandlungsbeginn bietet sich in der 36. Schwangerschaftswoche an. Zusätzlich zu den "morphologisch" wirksamen Punkten können psychisch harmonisierende Punkte nützlich sein.

Akupunktur kann aber auch bei der Geburt selbst angewendet werden und wird daher schon in einigen Kreißsälen angeboten. In den zurückliegenden Jahren haben mehrere hundert Hebammen und Gynäkologen diese Methode der Geburtserleichterung mit Akupunktur erlernt und wenden sie seither erfolgreich an. Etwa die Hälfte der Entbindungsstationen in der Bundesrepublik verwenden bereits Akupunktur zur Geburtserleichterung. Mit Hilfe der Akupunktur lassen sich die Schmerzen während der Geburt erheblich verringern. Auch eine deutliche Verkürzung der Entbindungszeit ist oft zu verzeichnen. Bei Wehenschwäche kommt es zur Anregung der Wehentätigkeit. Neben der schmerzlindernden Wirkung kommt es durch die psychisch entspannende Wirkung der Akupunktur zu einer besseren Mitarbeit der Mutter. Zur Akupunktur während der Geburt werden Nahpunkte im Bereich des Unterbauches oder des Rückens mit wichtigen Fernpunkten kombiniert. Die Nadeln an den Fernpunkten der Innenseite des Beines werden einseitig gesetzt, um den Geburtshelfer nicht zu behindern. Beim Setzen der Nadeln zur Geburtserleichterung ist besonders darauf zu achten, dass die Nadeln schmerzfrei liegen und auch bei Bewegung der Arme und Beine nicht schmerzhaft werden.


Beitrag zuletzt aktualisiert am: 03.11.11 14:07