17.05.2012     14:19 Uhr
BabyCare ...gesunde Schwangerschaft

Wissenswertes rund um die Schwangerschaft


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Homöopathie als Behandlungsmethode

Homöopathie gehört zu einer Methode der alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Diese bietet sich gerade in der Schwangerschaft an, da in dieser Zeit auf eine Behandlung mit Medikamenten eher verzichtet werden sollte. Die Homöopathie arbeitet unter anderem nach dem Glaubenssatz des Ähnlichkeitsprinzips, wonach gleiches mit gleichem behandelt wird. Weiterhin bedient sich die Homöopathie meist der Heilkraft von bestimmten Pflanzen oder anderen Wirkstoffen aus der Natur. Das bedeutet aber nicht, dass all diese Stoffe für eine Schwangere bedenkenlos eingenommen werden dürfen, denn auch in der Natur gibt es einige Stoffe, die für eine Schwangere ungeeignet sein können

Eine Schwangerschaft ist ein besonderer Abschnitt im Leben einer Frau. Diese stellt aber auch eine Belastung für den weiblichen Organismus dar, da starke Beschwerden wie Schwangerschaftsübelkeit, Blähungen, Blutungen, Verstopfung, Hämorrhoiden, Ekzeme, Herzkreislaufstörungen, Nervosität, Rücken- und Gelenkschmerzen und Schlafstörungen nicht selten während einer Schwangerschaft auftreten können. Da aber viele pharmakologische Wirkstoffe die Plazenta passieren, stellen Medikamente, die dann zur Linderung dieser Beschwerden eingesetzt werden sollen, häufig eine Gefahr für das Ungeborene dar. Unter diesem Gesichtspunkt ist die klassische Homöopathie während der Schwangerschaft, Geburt und der Zeit danach eine unschätzbare Hilfe. Durch die richtige und sachgemäße Anwendung besteht keinerlei Gefahr, dass Nebenwirkungen für Mutter und Kind auftreten können. Deshalb ist von einer Selbstmedikation abzusehen und weiter sollten einige Dinge beachtet werden, sodass eine Einnahme homöopathischer Mittel so nichts im Wege steht.

 

Homöopathische Arzneimittel können dabei eine Hilfe für Frauen sein, die in einer früheren Schwangerschaft eine schwere Geburt mit chirurgischem Eingriff hatten und nun einer erneuten Komplikation vorbeugen wollen. Für die Geburtsvorbereitung stehen diverse homöopathische Mittel zur Verfügung. Hierbei wird das entsprechende Mittel nach den individuellen Symptomen verabreicht. Da Homöopathie in der Schwangerschaft viele Vorteile birgt, verfügen immer mehr Hebammen über homöopathische Kenntnisse und können die Mittel so mit sehr gutem Erfolg einsetzen. So ist es in der Frühschwangerschaft auch eine schöne Möglichkeit, eventuelle Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Kreislaufbeschwerden) homöopathisch zu beeinflussen und dadurch auf Medikamente verzichten zu können. Mit fortgeschrittener Schwangerschaft kann es zu den unterschiedlichsten Beschwerden kommen z.B. Wassereinlagerungen, Bluthochdruck, Muskelkrämpfe und Schlafstörungen. Diese Symptome werden konstitutionell behandelt. Das heißt, nicht nur die eine akute Beschwerde an sich, sondern die ganze Frau mit all ihren Eigenschaften und Besonderheiten. Auch seelische oder psychische Beschwerden, wie Ängste oder Depressionen können auf diese Weise behandelt werden.

Nicht nur während der Schwangerschaft und Geburt sind homöopathische Mittel hilfreich, auch in der Zeit danach kann der Mutter und ihrem Kind geholfen werden. So ist z.B. eine Brustdrüsenentzündung eines der häufigsten Probleme, die das Stillen erschweren. Mit einer korrekten homöopathischen Behandlung kann auf Medikamente verzichtet werden, in Kürze tritt eine Heilung ein, und die Mutter kann weiter stillen.
Einige Mittel sind jedoch für Schwangere nicht geeignet, weshalb sie sich auf jeden Fall von einem Arzt oder anerkannten Homöopathen beraten lassen sollten, damit sie wissen, welche sie problemlos einnehmen können und welche nicht. So gibt es einige Kräuter und Gewürze, die sie in der Schwangerschaft nicht einnehmen sollten, da sie z.B. abtreibend oder wehenauslösend wirken können. Von folgenden Kräutern z.B. weiß man, dass sie in der Schwangerschaft (v.a. in den ersten drei Monaten) eingenommen, abtreibend wirken können. Dazu gehören Aloe, Angelica (Engelwurz), Bärentraubenblätter, Basilikum, Beifuss, Eisenkraut, Liebstöckel, Muskatnuss, Osterluzei, Peterli, Raute, Thuja (Schwanger auch keine Thuja-Hecke schneiden!) und Wacholder. Meist braucht es für die angesprochene Wirkung das ätherische Öl und höhere Dosen oder mehrtägige Anwendung. Besser ist es aber, diese Kräuter in der Schwangerschaft völlig zu meiden. Echinacea und Ginseng steigern das Risiko für Fehlgeburten. Auch einen huflattichhaltigen Tee sollte eine Schwangere besser meiden, denn der könnte beim Fetus die Lebervenen verschließen! Das Kind kann dabei an einer Leberzirrhose sterben. Dies wurde bei Frauen beobachtet, die wegen ihres Hustens in der Schwangerschaft täglich eine Tasse Tee tranken (schon 5 Tage hintereinander können reichen!), in dem neben anderen Kräutern auch Huflattichblätter enthalten waren. Auch Säuglingen sollte kein Huflattichtee gegeben werden.
Gute Informationen zu Kräutern und Gewürzen finden Sie im Internet z.B. unter: http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de .
Dabei sollten sie auf jeden Fall bei den jeweiligen Kräutern unter der Rubrik wichtige Hinweise! noch einmal lesen, ob sich dieses für eine Einnahme in der Schwangerschaft eignet.
Am besten aber Fragen Sie bei einem Heilpraktiker nach, welche Mittel eher ungeeignet sind und in welchen Dosen diese verabreicht werden sollen. Dieser kann Ihnen dann sicherlich weiter helfen, das richtige Mittel für ihre Beschwerden zu finden.
Hier noch einmal eine Liste mit den Kräuter und Gewürzen, bei denen sie in der Schwangerschaft eher vorsichtig sein sollten. Weiterhin sollten sie auch darauf achten, dass die genannten Kräuter und Gewürze nicht Inhaltsstoffe von bestimmten Kräutertees sind, die sie gern trinken. In diesem Fall sollten sie auf den Tee besser verzichten.  
 
  • Basilikum
  • Beifuss
  • Bohnenkraut
  • Brunnenkresse
  • Eisenkraut
  • Estragon
  • Herzgespann
  • Kümmel
  • Liebstöckl
  • Majoran
  • Muskat
  • Mutterkraut
  • Petersilie
  • Polliminze
  • Rainfarn
  • Raute
  • Rosmarin
  • Safran
  • Salbei
  • Thymian
  • Wacholder
  • Zimt



Beitrag zuletzt aktualisiert am: 03.11.11 14:08