17.05.2012     14:21 Uhr
BabyCare ...gesunde Schwangerschaft

Wissenswertes rund um die Schwangerschaft


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Sodbrennen

Sodbrennen ist eine der häufigsten Begleiterscheinungen in der Schwangerschaft. 75% der werdenden Mütter quälen sich gegen Ende der Schwangerschaft mit dem unangenehmem Brennen in der Speiseröhre. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft Magen- bzw. Sodbrennen zu Stande kommen. Auslöser für Schwangerschafts-Sodbrennen ist vor allem der zunehmende Druck auf den Magen, der durch die wachsende Gebärmutter ausgelöst wird, in Kombination mit einer veränderten Hormonsituation, die den Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen schwächt. Dadurch kann saurer Mageninhalt nach oben in die Speiseröhre gelangen. Schwangere mit dieser Problematik sollten auf kleine Mahlzeiten umsteigen und auf Säureanregendes wie etwa Kaffee, Pfefferminztee oder Kohlensäure verzichten. Günstig sind in vielen Fällen Haferflocken, Weißbrot und Haselnüsse. Trotzdem lässt sich Sodbrennen oft nicht verhindern. Die medikamentöse Therapie ist daher rein symptomatisch, die Ursache wird nicht behoben. Trotzdem gibt es die Möglichkeit durch Präparate die Beschwerden zu lindern. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass sich dieses für eine Einnahme in der Schwangerschaft eignet. Dazu untersuchte eine Studie in England und Südafrika die Substanz Natriumalginat bei Schwangeren mit Sodbrennen. Ergebnis: 93% der Frauen waren innerhalb von 20 Minuten beschwerdefrei, 88% beurteilten den Erfolg als sehr gut bis gut. Natriumalginat wirkt rein physikalisch, dadurch ist diese Therapie für Mutter und Kind optimal verträglich, risikolos und von Ärzten empfohlen. Das Präparat wird aus norwegischen Tiefseealgen gewonnen. Bei Kontakt mit Magensäure bildet sich in kurzer Zeit ein Alginat-Polster, das oben auf dem Mageninhalt schwimmt. Wenn der Mageninhalt hochgedrückt wird, liegt dieses Polster vor dem Speiseröhrenzugang und verhindert den Rückfluss. Eine Methode, die Sodbrennen schnell und zuverlässig stoppt. Auch andere rezeptfreie Antazida können Schwangere nach Rücksprache mit dem Arzt gegen Sodbrennen nehmen. Nach der Entbindung verschwinden diese Beschwerden meist recht bald wieder vollständig. Weiterhin gibt es aber auch noch einige Tipps und Tricks, die angewendet werden können, um für Abhilfe zu sorgen, ohne dafür ein zusätzliches Präparat einnehmen zu müssen. Dazu können sie z.B. das Kopfende des Bettes leicht erhöhen und eher mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen. Es kann auch helfen nicht zu fettreich und zu üppig zu essen, vor allem nicht mehr nach 18.00 Uhr, dabei sollten sie vor allem leichtverdauliche Nahrungsmittel bevorzugen (z.B. Kartoffeln, Blattgemüse, Karotten, Reis). Kaffee und Tee sollten sie besser meiden. Das Essen von geschälten Mandeln oder das Trinken von Kartoffelsaft sind weiterhin hilfreich, um die Beschwerden zu lindern. Es sollte darauf geachtet werden, dass man genügend Magnesium zu sich nimmt. Auch Orangen und Ananas helfen dem Magen zu entsäuern.

Sollte jedoch all das nicht helfen, so ist es ratsam mit ihrem Arzt darüber zu sprechen und sich von diesem noch einmal ausführlich beraten zu lassen.  


Beitrag zuletzt aktualisiert am: 03.11.11 14:14