Wissenswertes rund um die Schwangerschaft
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Übelkeit
Etwa jede zweite Frau leidet in den ersten Schwangerschaftsmonaten an einer mehr oder weniger starken Übelkeit, teilweise mit Erbrechen. Häufig treten die Beschwerden morgens nach dem Aufstehen am stärksten auf. In der Regel kommt es im vierten Schwangerschaftsmonat zu einer spontanen Besserung. Die Beschwerden können jedoch ganz unterschiedlich sein. Nur in seltenen Fällen leiden schwangere Frauen unter sehr starkem Erbrechen mit hohen Flüssigkeitsverlusten und Gewichtsreduktion. Dieses sogenannte unstillbare Schwangerschaftserbrechen ist eine ernsthafte Erkrankung und muss stationär behandelt werden. Durch die veränderte Hormonsituation wird das "Brechzentrum" im Gehirn gereizt. Eine medikamentöse Therapie kommt in der Regel gerade in der frühen Schwangerschaft nicht in Frage. Es gibt jedoch andere Möglichkeiten, wodurch Abhilfe geschaffen werden kann. Dabei kann z.B. helfen morgens im Bett schon eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken und noch eine Zeitlang liegen zu bleiben. Stehen Sie dann erst langsam auf und vermeiden Sie plötzliche Bewegungen. Besser ist es auch viele kleine, leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt einzunehmen, mit ca. zwei bis drei Stunden Abstand, und zusätzlich noch über den Tag verteilt kleine Mengen Saft, Wasser oder Kräutertee trinken, am besten zehn bis zwölf Gläser am Tag. In manchen Fällen helfen Präparate mit Vitamin B6.Zu fettreiche Nahrung oder stark gewürztes Essen sollte daher besser vermieden werden. Trinken Sie keinen Alkohol oder koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Cola. Essen Sie trockene Kekse, trockenen Toast und Zwieback oder kauen Sie trockene Haferflocken. Weiterhin hemmt Ingwer die Übelkeit, trinken Sie daher Ingwertee oder nehmen Sie Ingwertabletten ein. Ruhen Sie sich mehrmals am Tag aus, legen Sie sich hin und lagern sie Ihren Kopf und Ihre Beine dabei etwas höher. Es kann auch helfen, vor dem Schlafen etwas zu essen. Am besten Joghurt, Brot, Milch oder ein kleines Sandwich. Sie können auch etwas in der Nacht essen, da dies dem Erbrechen am morgen vorbeugt. Frische Luft und etwas Bewegung können helfen. Nehmen Sie keine Medikamente ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ein. Wenn Sie Medikamente auf Rezept einnehmen müssen, dann sollten Sie sich versichern, dass Ihr Arzt über die Schwangerschaft informiert ist, denn viele Medikamente sind für den Embryo schädlich.
Merken sie jedoch, dass diese Tipps nicht helfen und sie leiden weiterhin unter sehr starkem Erbrechen und nehmen ab, dann sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Dieser kann feststellen, ob es sich um ein normales Schwangerschaftserbrechen handelt oder ob Sie im Krankenhaus behandelt werden müssen.
Beitrag zuletzt aktualisiert am: 03.11.11 14:14