17.05.2012     14:28 Uhr
BabyCare ...gesunde Schwangerschaft

Wissenswertes rund um die Schwangerschaft


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Medikamente

Während der gesamten Schwangerschaft ist Vorsicht geboten, wenn es um die Einnahme von Medikamenten geht, denn das Risiko der Medikamenteneinnahme während der Schwangerschaft kann nur für ganz wenige Medikamente eindeutig und sicher bestimmt werden.

Viele der heute angebotenen Medikamente sind nicht ausreichend darauf geprüft, ob sie eine schädliche Wirkung auf den Embryo ausüben. Deshalb sollten auch Medikamente, auf dessen Beipackzettel Hinweise zu Nebenwirkung bei einer Schwangerschaft aufgeführt sind, nicht eingenommen werden - im Extremfall kann es zu Fehlbildungen des Kindes kommen. Nach wissenschaftlichen Schätzungen sind zwar nur 1-2% der Fehlbildungen auf Medikamente und Chemikalien zurückzuführen. Aber dies entspräche bei jährlich 800.000 Geburten in Deutschland ca. 480 Kinder, bei denen die Fehlbildungen auf Medikamente und Chemikalien zurückzuführen wären. Dies von 24.000 Kinder, die insgesamt mit leichten und schweren Fehlbildungen jährlich geboren werden. Auch bei harmlosen Medikamenten kann es in bestimmten Abschnitten der Schwangerschaft zu Problemen kommen. Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Medikamente, die Sie in der Apotheke kaufen können. Schwangere sollten daher auf jeden Fall kritisch mit Medikamenten umgehen und so wenig wie möglich einnehmen, wenn es aber notwendig ist, sollte dies mit einem Arzt besprochen werden. Also sollten sie ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt, Ihrem Apotheker oder Ihrer betreuenden Hebamme keine Medikamente einnehmen, die Ihnen vor Ihrer Schwangerschaft verschrieben worden sind.

Besonders häufig wird bei Kopfschmerzen zu Aspirin (mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure) gegriffen. Dies kann jedoch in einer Schwangerschaft nicht empfohlen werden, als Schmerzmittel sollte daher eher Paracetamol eingenommen werden. Die Einnahme von Aspirin kann zu einem vorzeitigen Verschluss eines wichtigen Versorgungskanals beim Kind führen, unter der Geburt besteht eine erhöhte Blutungsneigung. Deshalb sollte Aspirin besonders in den letzten Monaten der Schwangerschaft wegen eines erhöhten Risikos nicht eingenommen werden. Besteht jedoch eine ärztliche Indikation kann dieser Wirkstoff in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft verwendet werden. Mefloquin ist ein Antimalariamittel, das in der Schwangerschaft nicht verwendet werden sollte. Dieses Medikament passiert die Plazenta und kann so zu Organschäden beim Fetus führen. Es darf daher in der gesamten Schwangerschaft nicht eingesetzt werden. Im Falle der Anwendung bei der Indikation Malaria ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung in der Regel zugunsten des Medikamentes zu entscheiden, da die Malariainfektion selbst Schäden des Fetus verursachen kann.

Man sollte sich also in der Schwangerschaft eher auf andere Mittel berufen. Dabei helfen häufig auch einfache Hausmittel bei Beschwerden. Bei Kopfschmerzen hilft z.B. frische Luft oder etwas Ruhe. Regelmäßige Bewegung, aber auch Entspannungen sowie eine bewusste Körperhaltung können helfen. Bei Verdauungsbeschwerden hilft die Umstellung der Ernährung auf mehr Ballaststoffe. Weiterhin sollte man auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.


Beitrag zuletzt aktualisiert am: 03.11.11 13:59