17.05.2012     14:32 Uhr
BabyCare ...gesunde Schwangerschaft

Wissenswertes rund um die Schwangerschaft


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Schönheit und Körperpflege

Schwangerschaft und Geburt sind eine intensive Zeit für Ihren Körper. Dies ist eine gute Zeit um das Körperbewusstsein zu steigern. So fällt in diesen Bereich natürlich auch die tägliche Körperpflege, wodurch sie ihren Körper in der Schwangerschaft wahrscheinlich noch einmal ganz anders wahrnehmen, als sie es bis jetzt kannten. Weiterhin gibt es aber durch die Schwangerschaft auch einiges zu berücksichtigen. So sollten sie mit der Verwendung von Seife etwas sparsam umgehen, denn sie trocknet die Haut aus statt dessen besser Babyöl verwenden. Bauch, Brust (nicht Brustwarze) und Oberschenkel nach dem Baden und Duschen mit ein paar Tropfen Weizenkeimöl (z.B. Guhl) einmassieren; anschließend die Haut zwischen den Fingerspitzen zupfen. Dies hilft der Haut das Öl tiefer aufzunehmen und kann so Schwangerschaftsstreifen vorbeugen. Zusätzlich kann man sich auch noch einmal am Tag einölen, wozu sich Mandelöl oder Babyöl eignen. Dabei kann das Baden während der Schwangerschaft sowohl der Körperpflege als auch der Entspannung dienen. Dabei können Kräuterzusätze verwendet werden, die auch gleichzeitig die Haut pflegen. Es sollte aber darauf geachtet werde, dass nicht zu heiß gebadet wird, da dies die Blutgefäße erweitert, wodurch man sich dann schwindlig und schwach fühlen kann. Außerdem können Wehen ausgelöst werden. Nach dem Baden bietet es sich an sich kühl abzubrausen. Weiterhin können sie während der täglichen Körperpflege ihre Brustwarzen auf das Stillen vorbereiten. Dabei müssen die Brustwarzen abgehärtet werden, denn Stillen sollte eine Freude sein und nicht zur Qual werden. Nach dem Baden gut mit einem Handtuch abreiben. Brustwarzen öfters am Tag zusammendrücken und herausziehen. Wenn Sie trocken und aufgesprungen sind mit einigen Tropfen Johanniskrautöl einreiben. Die meisten Frauen haben in der Schwangerschaft sehr empfindliche Brustwarzen und all diese Pflege wird sich bezahlt machen, wenn das Kind anfängt zu trinken. Weiterhin empfiehlt es sich schon in der Schwangerschaft einen BH aus Baumwolle zu tragen, was dann auch zusätzlich hilft das zusätzliche Gewicht der Brüste zu stützen.

Im Bezug auf die Intimhygiene sollte beachtet werden, dass man in der Schwangerschaft anfälliger für Infektionen der Geschlechtsorgane mit Bakterien und Pilzen ist. So sollten Schwangere bei der Körperpflege besonders auf eine gute Intimhygiene achten.

Neben der täglichen Körperpflege gibt es aber auch noch zusätzliche Dinge, die man für die Schönheit tun kann. Dazu gehört z.B. auch der Gang in ein Solarium. Grundsätzlich ist gegen den Besuch eines Solariums auch während der Schwangerschaft nichts einzuwenden, denn Zusammenhänge zwischen häufigen Solariumsbesuchen mit ultravioletter Strahlung und Schwangerschaftskomplikationen bestehen nicht. Durch die hormonellen Veränderungen in der Schwangerschaft kann jedoch die Empfindlichkeit der pigmentbildenden Zellen ansteigen und so vermehrt auf die UV-Bestrahlung reagieren. Leider erfolgt dies nicht gleichmäßig, so dass es zu keiner flächendeckenden Bräune, sondern zu Flecken kommt. Für Ihr ungeborenes Kind sind indessen keine Risiken bekannt. Jedoch sollten Sie es nicht übertreiben, denn bei zu langer Benutzung kann es auch im Bauch zu einer nicht ganz harmlosen Überwärmung kommen. Auch zu langes liegen auf dem Rücken, könnte zu Kreislaufproblemen führen.

Weiterhin haben auch viele Frauen schon vor der Schwangerschaft Piercings. Diese können in der Schwangerschaft bzw. in der Stillzeit zum Problem werden, was aber nicht immer der Fall sein muss. Viele Frauen mit Bauchnabelpiercing haben, trotz enormer Spannung auf die Bauchwand am Ende der Schwangerschaft keine Probleme und lassen das Piercing auch während der Geburt im Bauchnabel. Selbst bei Kaiserschnitten kann das Piercing in manchen Fällen im Bauchnabel bleiben. Ein Piercing in der Brustwarze stellt im Verlauf der Schwangerschaft in der Regel keine Probleme dar. Manche Frauen bevorzugen jedoch in der Schwangerschaft das Piercing heraus zunehmen, da sie das Gefühl haben, die Brustbeschwerden (Brustspannen und Brustwachstum) würden dadurch verstärkt. Wenn Sie in der Schwangerschaft keine Probleme mit Ihrem Brustwarzenpiercing haben, so hat es keinen Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft. Anders sieht es bei einem Brustwarzenpiercing in der Stillzeit aus. Wollen Sie stillen, so sollte das Piercing bereits vor der Geburt aus der Brustwarze entnommen werden.´

Auch das Haare färben gehört für einige Frauen zu ihrer Schönheitspflege dazu. Schwangere oder stillende Frauen sollten von chemischen Haarfarben besser die Finger lassen, denn alle von ÖKO-TEST im November 2000 getesteten Produkten beinhalten gesundheitlich bedenkliche Farbstoffe, die das Erbgut schädigen oder gar unter dem Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Auch der Griff zu Tönungen ist keine softe Variante, denn diese enthalten meist die gleichen Komponenten wie permanente Haarfarben. So können die Chemikalien durch die Kopfhaut der Mutter eindringen und lassen sich dann sowohl in der Muttermilch als auch im Fettgewebe des gestillten Kindes in winzigen Spuren nachweisen. Eine sichere Alternative sind hier deshalb Pflanzenhaarfarben wie Henna, denn diese sind unbedenklich wie der Test im ÖKO-TEST Ratgeber (www.oekotest.de) Kosmetik zeigt.


Beitrag zuletzt aktualisiert am: 03.11.11 14:01