Wissenswertes rund um die Schwangerschaft
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Warum Eisen so wichtig ist!
Eisen gehört zu den kritischen Mikronährstoffen, die besonders in der Schwangerschaft von zentraler Bedeutung sind, da sie nachgewiesen das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt reduzieren. Ein Problem dabei ist jedoch, dass die meisten Schwangeren die empfohlene und auch notwendige Menge an Eisen nicht durch die normale Ernährung aufnehmen.
Der tägliche Bedarf für schwangere Frauen liegt bei 20 mg pro Tag. Dabei ist Eisen wichtig für alle sauerstoff-transportierenden und –umwandelnden Strukturen in den Körperzellen, so auch für das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen. Der menschliche Organismus enthält rund 2–4 g Eisen, wobei das meiste Eisen an genau diesen Farbstoff in den roten Blutkörperchen gebunden ist. Ein Eisenmangel führt deshalb zu einer Anämie (Blutarmut). Eine Anämie ist ein Mangel an roten Blutkörperchen, also Hämoglobin, welches den Sauerstoff im Blut transportiert. Sind zu wenige Sauerstoffträger da, ist also die Transportkapazität zu niedrig und es entsteht ein Sauerstoffmangel, welcher Auswirkungen auf den mütterlichen und kindlichen Organismus haben kann. Diese Unterversorgung mit Eisen ist in der Schwangerschaft jedoch sehr schnell der Fall, weil der Sauerstoffbedarf höher ist als im Normalfall, denn das Kind wächst und muss neues Gewebe bilden. Da in der Schwangerschaft durch Blutuntersuchungen überprüft wird, ob die Versorgung mit Eisen ausreichend ist, kann gegebenenfalls ein Eisenpräparat verschrieben werden, so dass der Mangel durch die Ergänzung ausgeglichen werden kann. Doch auch bestimmte Anzeichen lassen darauf deuten, dass man unter Eisenmangel leidet. Hierzu gehören z.B. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Luftnot und blasse Haut. Wenn ihnen diese Symptome auffallen, dann sollten sie dies von ihrem Arzt noch einmal überprüfen lassen, um so ein geeignetes Präparat verschrieben zu bekommen. Besonders in der Spätschwangerschaft kommt es oft zu Eisenmangel, was sich dann negativ auf das Geburtsgewicht des Kindes auswirken kann. Weiterhin können auch nach der Geburt leere Eisenspeicher schwere Störungen der geistigen und körperlichen Entwicklung des Säuglings verursachen. Der Eisenmangel kann jedoch auch vorgebeugt werden, zum einen durch bereits angesprochene Ergänzungspräparate und zum anderen auch durch eine ausgewogene und vollwertige Ernährung. Dabei kann Eisen zusammen mit Vitamin C besser aufgenommen werden. Deshalb sollten Schwangere viel mit Zitrone würzen. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass Eisen- und Magnesiumpräparat mit einem zeitlich Abstand von 2 Stunden eingenommen werden, da die Aufnahme von Magnesium und Eisen sich gegenseitig behindert
Empfehlungen im Bezug auf ihre Ernährung:
- 3-4 mal die Woche eine Portion mageres Fleisch
- Die Mahlzeiten mit Vitamin-C-reichem Gemüse wie z. B. Paprika, Rosenkohl, Sauerkraut oder Kartoffeln kombinieren oder ein Glas Orangensaft zum Essen genießen
- Keinen Kaffee oder Tee zu eisenreichen Mahlzeiten trinken! Mindestens eine halbe Stunde Abstand halten!
- Sehr viel Eisen ist auch in Nüssen, besonders Paranüssen, enthalten. Auch Zartbitterschokolade, Hirse, Mandeln, Sonnenblumen- und Kürbiskerne sind Eisenlieferanten.
- Kombinieren Sie z.B. Müsli mit frischen Früchten oder einem Glas Orangensaft. Auch um die Aufnahme von Eisen aus Gemüse zu erhöhen, sollte zum Essen ein Glas Orangensaft getrunken werden.
- Viel Calcium und Phosphat ist schlecht für die Eisenaufnahme. Also nicht unbedingt Milch zum Schnitzel!
Beitrag zuletzt aktualisiert am: 03.11.11 13:45