17.05.2012     12:18 Uhr
BabyCare ...gesunde Schwangerschaft

Wissenswertes rund um die Schwangerschaft


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Gesunde Ernährung

Durch die Hormonumstellung im Körper der Schwangeren gilt es nun einige Dinge in der Ernährung zu beachten, die einem vorher nicht besonders bewusst waren. So merkt die Frau gerade am Anfang einer Schwangerschaft, dass sich nun einiges ändert, denn viele Frauen sind in der ersten Zeit von Übelkeit und manchmal sogar Erbrechen geplagt. Dadurch ist es nicht selten, dass es manchen Schwangeren in dieser Zeit schwer fällt sich gesund zu ernähren. Dabei ist gerade die Zeit der Schwangerschaft eine Phase, in der es besonders wichtig ist auf seine Ernährung zu achten. Denn die Frau muss mit dem was sie isst, nicht nur ihrem Körper mit Energie versorgen, sondern zusätzlich auch noch den des heranwachsenden Kindes. In der Schwangerschaft bewirkt die Hormonumstellung des Körpers aber nicht nur die Übelkeit, sonder kann auch für einige ungewohnte Gelüste auf Süßes oder Saures sorgen. Machen Sie sich diesbezüglich keine Sorgen. Viele Frauen haben in der Schwangerschaft plötzlich Appetit auf Sachen, die ihnen vorher gar nicht geschmeckt haben und Sachen, die sie vor der Schwangerschaft gerne gegessen haben, sind auf einmal uninteressant oder es entsteht sogar ein Abscheu oder ein Ekel dagegen. Ihre Geschmacksempfindung ändert sich im Laufe der Schwangerschaft jedoch wieder und pendelt sich in der Regel im 2.Trimenon, manchmal aber auch erst nach der Geburt des Kindes, wieder ein.

Empfehlenswert für Schwangere ist es, wenn man in Abständen von 2 Stunden kleine Mahlzeiten zu sich nimmt, so dass man ungefähr 5 – 6 Mahlzeiten in den Tagesablauf einplant. Dabei ist der Kalorienbedarf einer Schwangeren meist nur etwas höher und braucht somit nur etwa 200 - 300 Kalorien mehr. Dieser Mehrbedarf an Kalorien stellt sich meist erst ab dem 4. Schwangerschaftsmonat ein. So sollte man den Spruch „Man muss für zwei essen.“ nicht wörtlich nehmen. Die Frau sollte jedoch immer mit dem Bewusstsein essen, dass das Kind alles mitisst.

Die Hauptnährstoffe, auf die sich eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft stütz, sind Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, wobei Kohlenhydrate am wichtigsten sind. Empfohlen werden 60 g Eiweiß und 100 g Fett pro Tag. Zusätzlich gilt es zu beachten, dass man auf jeden Fall ausreichend frisches Obst und Gemüse zu sich nimmt, dies sollte also täglich auf dem Speiseplan stehen. Weiterhin ist es natürlich genauso wichtig ausreichend zu trinken, wobei der Wasserhaushalt bei etwa 2 L pro Tag ausgeglichen ist. Der Aufnahme von genügend Jod, Eisen und Folsäure kommt in der Schwangerschaft eine ganz besondere Bedeutung zu, da sie sowohl für die Mutter als auch für das Kind sehr wichtig sind. Auf diese Mikronährstoffe wird jedoch noch einmal separat eingegangen. Die Schwangere sollte auch auf Calcium-haltige Lebensmittel achten und ausreichend von diesen zu sich nehmen, denn Calcium ist für den Knochenaufbau des Babys sehr wichtig. Folgende Tabelle zeigt, welche Nährstoffe sie in welchen Lebensmitteln finden.

 

Vitamin C
Zitronen, Apfelsinen, Kiwis, Orangen, schwarze Johannisbeere, Paprika
Folsäure
Spinat, Salat, Vollkornprodukte, Sojabohnen, Tomaten, Nüsse
B-Vitamine
Kartoffeln, Reis, mageres Fleisch, Haferflocken
Provitamin A
Möhren, rote und gelbe Paprika, Süßkartoffel, Kürbis, Mango, Pfirsich
Vitamin E
Eier, Sonnenblumenkerne, Fisch, Vollkornprodukte
Calcium
Grünkohl, Milch, Joghurt, Quark, Hülsenfrüchte, Brokkoli, Käse
Magnesium
Milch, Getreide, Salat, Nüsse, Joghurt, Getreideprodukte
Eisen
Kakaopulver, Hirse, Reis, Rindfleisch, Linsen, Vollkornprodukte
Jod
Fisch, Feldsalat, Pilze, Jodsalz, Eier, Brokkoli, Sonnenblumenkerne

 
In der Schwangerschaft ist es aber nicht nur wichtig darauf zu achten, was man mehr zu sich nehmen soll, es gibt auch einige Dinge, auf die man unbedingt verzichten sollte. Dabei geht es um Alkohol, Nikotin und Koffein, bei dessen Verzehr man sich in einer Schwangerschaft einschränken sollte. Bei Alkohol sollte sich die Schwangere gänzlich zurückhalten, da die Leber des Kindes nur zu 4% arbeitet und den Alkohol so nicht abbauen kann. Bei regelmäßigem Verzehr von Alkohol kann es bei dem Ungeborenem zu Gehirnschäden und Wachstumsstörungen kommen, die auch nach der Geburt noch nachhaltig auf das Kind einwirken können. Weiterhin ist auch von Nikotin völlig abzuraten, da dies Gift für das Baby darstellt und so auch das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt enorm erhöht. Koffein zum Beispiel in Kaffee oder auch schwarzem Tee kann beim Kind einen beschleunigten Herzschlag bewirken. Auch dies kann vom Kind schlecht abgebaut werden, weshalb die werdende Mutter höchstens 2 – 3 Tassen Kaffee am Tag trinken sollte. Es gibt jedoch auch einige Lebensmittel, die eine Schwangere von ihrem Speiseplan völlig streichen sollte. Dazu zählt zum Beispiel rohes Fleisch, Rohmilchprodukte, rohe Eier, roher Fisch und Innereien. All diese Lebensmittel sollten aufgrund von möglichen Krankheitserregern, Bakterien oder Schadstoffbelastungen nicht verzehrt werden. Zu diesen Lebensmitteln zählen Tatar, Schinken, Salami, Tiramisu und Rohmilchkäse.
 
Vegetarier müssen in der Schwangerschaft sehr genau darauf achten, dass sie mit dieser Ernährungsweise, die empfohlenen Mengen an Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten sowie Vitaminen und Mineralstoffen auch ausreichend zu sich nehmen. Generell gilt die vegetarische Ernährung jedoch nicht als bedenklich und kann zum Teil auch Vorteile hervorrufen. So sagen manche Frauen, die sich vegetarisch ernähren, dass sie weniger unter Schwangerschaftsbeschwerden, wie zum Beispiel Völlegefühl, leiden. Trotzdem wird bei Frauen mit dieser Ernährungsform davon ausgegangen, dass eine erhöhte Anfälligkeit für eine Blutanämie besteht, die auf einen Eisenmangel zurück zu führen ist. Es schadet dem Baby aber meist nicht, wenn sich die Mutter in der Schwangerschaft vegetarisch ernährt. Lediglich von einer veganen Ernährung rät man in einer Schwangerschaft ab, da durch die einseitige Ernährung ohne Fisch, Fleisch und sonstige tierische Erzeugnisse die benötigte Nährstoffzufuhr nicht genügend gedeckt werden kann.
Im Allgemeinen sollten Sie also darauf achten, dass Sie dennoch genug Vitamine und Mineralstoffe zu sich nehmen. Geschieht dies nicht mit der Nahrungsaufnahme, so sollten die fehlenden Mengen mit Präparaten aus der Apotheke ersetzt werden.

Vor einer geplanten Schwangerschaft sollte man sich so ernähren, wie es in der Schwangerschaft empfohlen wird. Weiterhin kann es jedoch sehr ratsam sein, wenn man schon vor einer Schwangerschaft Folsäure einnimmt, da dadurch das Risiko einer Fehlbildung beim Kind minimiert wird. Folsäure kann über ein Ergänzungspräparat eingenommen werden, wobei sie die richtige Dosierung mit ihrem Arzt absprechen sollten.


Beitrag zuletzt aktualisiert am: 23.11.11 14:44