17.05.2012     14:39 Uhr
BabyCare ...gesunde Schwangerschaft

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Vorsorge durch Nabelschnurblut

Immer öfter hört man heutzutage von einer gesundheitlichen Vorsorge für das eigene Kind durch Stammzellen aus dem Nabelschnurblut. Stammzellen werden aus dem Grund für eine Vorsorge verwendet, weil sie sich zu allen anderen Zellen des Körpers, z.B. zu Muskelzellen oder Hautzellen, entwickeln können, da sie in ihrer Funktion noch nicht vorbestimmt sind. Von Anfang an sorgen die Stammzellen dafür, dass das Kind heranwachsen kann. Weiterhin dienen sie auch der Bluterneuerung, dem Knochenwiederaufbau, wenn man z.B. einen Knochenbruch hatte, oder der Hautregenerierung nach einem Sonnenbrand. Die Stammzellen sind also in der Lage Schäden im Körper zu beheben, wenn eine Verletzung vorliegt, aber sie kommen auch bei zu behandelnden Krankheiten zum Einsatz. Durch die heutige Medizin ist es möglich Stammzellen dann einzusetzen, wenn der Körper nach einem Unfall, durch das Alter oder eine Krankheit nicht mehr in der Lage ist sich selbst zu regenerieren. In solchen Fällen werden dann die Stammzellen von außen zugeführt und unterstützen so den Körper bei der Regeneration. So wird diese Methode mittlerweile schon bei Leukämie-Kranken angewandt was sich in diesem Bereich sehr bewährt hat. In all diesen Fähigkeit der Stammzellen begründet sich auch, weshalb Nabelschnurblut eine gute Vorsorge sein kann. Dabei wird das Nabelschnurblut direkt nach der Geburt aus der Nabelschnur des Kindes entnommen und dann eingelagert, um es aufzubewahren. Nach der Entnahme gibt es zwei Möglichkeiten die Stammzellen einzulagern. Zum einen die Möglichkeit, das Blut einer Nabelschnurblutbank zu spenden und frei zu geben, so dass auch andere zugriff dazu haben, oder es in einer privaten Nabelschnurblutbank zu lagern und es so nur für das eigenen Kind aufzubewahren. Bei Letzterem müssen die Kosten jedoch selbst getragen werden. Die eigenen Stammzellen eingelagert zu haben, kann ein entscheidender Vorteil sein, wenn man Stammzellen benötigt. Denn dadurch sind die Stammzellen sofort verfügbar und man muss nicht lange Zeit damit verbringen einen passenden Spender zu finden, sondern kann sofort mit der jeweiligen Therapie beginnen. Doch die Stammzellen aus Nabelschnurblut bieten noch einige weitere Vorteile. Denn die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut des eigenen Kindes sind „maßgeschneidert“, da von Mensch zu Mensch die Stammzellen andere Merkmale aufweisen und somit dann auch nur die eigenen am besten verträglich sind. Weiterhin sind diese Stammzellen noch sehr jung und dadurch auch in höchstem Maße arbeitsfähig. Gerade weil sie so jung sind und während der ganzen Zeit im Mutterleib gut geschützt waren, sind sie auch nahezu völlig unbelastet. Weiterhin verursachen sie keine Nebenreaktionen und sind daher optimal für den Einsatz in vielen Behandlungsmethoden.

Wenn sich die Eltern dazu entscheiden, Nabelschnurblut des Kindes aufbewahren zu lassen, so sollte man sich schon in der Schwangerschaft mit diesem Thema auseinander setzten und sich dazu eine Meinung bilden. Das Nabelschnurblut lässt sich nämlich nur einmal im Leben des Kindes entnehmen und das ist direkt nach der Geburt. Zu diesem Zeitpunkt sollten sie sich also ausreichend informiert haben und eine Entscheidung bezüglich einer Entnahme getroffen haben. Informieren können sie sich bei ihrem Arzt, ihrer Hebamme oder auch bei den Nabelschnurblutbanken.  


Beitrag zuletzt aktualisiert am: 03.11.11 13:44