Folsäure
Neben der richtigen Zusammensetzung der Nahrung, was Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett anbelangt, ist es wichtig auch auf den Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen - besonders Folsäure - zu achten. Eine unzureichende Versorgung mit Vitaminen oder Mineralstoffen erhöht das Risiko, Kinder mit geringem Geburtsgewicht oder auch Anomalien und Fehlbildungen (Bsp. spina bifida – offener Rücken) zu bekommen.Folsäure
Folsäure ist ein Vitamin, das zum Beispiel in Weizen, Roggen, Grünkohl, Rosenkohl, Erbsen und Feldsalat enthalten ist und bei einem Mangel zu erhöhtem Fehlbildungsrisiko führt. Studien zeigten, dass eine sehr gute Versorgung mit 800 Mikrogramm Folsäure mindestens vier Wochen vor der Zeugung bis zur 12. Schwangerschaftswoche das Risiko für Fehlbildungen um bis zu 70 Prozent senkt. Bei einer ungeplanten Schwangerschaft sollte in den ersten Schwangerschaftswochen zusätzlich Folsäure (Empfehlung: 0,4 mg pro Tag) eingenommen werden.Folsäure hat den Nachteil, dass es sehr hitzeempfindlich ist. Deshalb wird ein Großteil der Folsäure beim Kochen der Nahrungsmittel zerstört. Auch eine lange Lagerung mindert den Anteil an Folsäure in der Nahrung. Das ist wiederum ein Grund, warum Frauen häufig schon vor der Schwangerschaft einen zu geringen Anteil an Folsäure zu sich nehmen. Da also der Bedarf auf natürliche Weise kaum gedeckt werden kann, wird schwangeren Frauen in der Regel ein Nahrungsergänzungspräparat verordnet, das unbedingt eingenommen werden sollte.
