Aktuelle Studie über Hausgeburten

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Aktuelle Studie über Hausgeburten

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Eine aktuelle Studie aus Großbritannien (65.000 Schwangere haben daran teilgenommen) zum Thema Hausgeburten zeigt auf, dass eine Hausgeburt ein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind birgt. Die eigentliche Intention dieser Studie lag darin wissenschaftlich zu belegen, dass eine Entbindung außerhalb einer Klinik nicht unsicherer und risikoreicher ist als in einer Klinik. Jedoch stellte sich das Gegenteil heraus. Laut dieser Studie mussten 45 % der Erstgebärenden während ihrer Hausgeburt auf Grund von auftretenden Komplikationen in ein Krankenhaus transportiert werden. Zudem stellte sich heraus, dass bei 9,3 von 1.000 Entbindungen während einer Hausgeburt schwere Komplikationen (z. B. Hirnschäden) auftraten und nur bei 5,3 der Frauen, die in einer Klinik entbunden haben.

Die größtmögliche Sicherheit für Mutter und Kind ist laut Prof. Dr. Klaus Friese (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) nur in einer Geburtsklinik gewährleistet. Jede zehnte Schwangere muss auch in Deutschland während einer Hausgeburt aufgrund von unvorhergesehenen Komplikationen in eine Klinik transportiert werden. Bei über 50 % dieser Frauen muss daraufhin ein Kaiserschnitt durchgeführt werden oder die Entbindung findet mit Hilfe einer Saugglocke bzw. einer Zange statt. Darüber hinaus ist die Sterblichkeitsrate von Neugeborenen nach einer Hausgeburt um etwa ein Drittel höher als nach einer Klinikgeburt bei gleicher Schwangerschaftsdauer.

Weitere Informationen über diese Studie finden Sie unter www.idw-online.de sowie über Hausgeburten in dem gleichnamigen Blockbeitrag (veröffentlicht am 30.06.2010). Bitte beachten Sie jedoch hierbei die neuen Erkenntnisse dieser Studie.