Achtsamkeit – Entlastung durch Entspannung

Durch Achtsamkeit zu mehr Gelassenheit - auch, oder besonders, in der Schwangerschaft!
Durch Achtsamkeit zu mehr Gelassenheit – auch, oder besonders, in der Schwangerschaft!

In Ihrer Schwangerschaft können Sie häufig physischem und psychischem Stress ausgesetzt sein. Um einer immer größer werdenden Stressspirale den Wind aus den Segeln zu nehmen, ist es wichtig sich in Achtsamkeit zu üben. Achtsamkeit bedeutet, allem, was in einem Augenblick passiert, bewusst Aufmerksamkeit zu schenken und die Situation zu akzeptieren, ohne sie zu bewerten. Dies dient nicht nur der Stressbewältigung, sondern fördert auch das Vertrauen zu sich selbst und eine angstfreie Geburt.

Um Hilfe bitten und diese annehmen

Es ist wichtig seine eigenen Kräfte und Ressourcen nicht zu überschätzen. Besonders in der Schwangerschaft sollte man mit seinen Kräften gut haushalten können. Bitten Sie deshalb Ihren Partner oder Ihre Familie um Hilfe, wenn Ihnen eine Aufgabe zu beschwerlich vorkommt oder Sie sich überfordert fühlen. Dazu gehört auch das „Nein“-sagen, wenn Ihnen eine Aufgabe zu belastend erscheint. Immerhin sind Sie als Schwangere einer besonderen Situation ausgesetzt, worauf die Menschen in Ihrer Umgebung Rücksicht nehmen sollten.

Kein detailliertes Planen im Voraus

Das Planen von Abläufen hat etwas mit Erwartungen zu tun und dementsprechend auch einem inneren Druck, den Sie sich machen, damit diese Erwartungen auch erfüllt werden. Viele Situationen kann man jedoch nicht 100%-ig planen, wie z.B. die Gebärposition bei der Geburt. Es ist nicht selten besser, solche Entscheidungen erst endgültig zu treffen, wenn die Situation gekommen ist, denn dort kann Ihr Körper Ihnen am besten signalisieren, was für ihn am besten ist. Das ständige Grübeln im Vorfeld führt andernfalls zu einer Reizüberflutung Ihres Gehirns und somit zu unnötigem Stress.

Achtsamkeit bedeutet auch: Medien-Auszeit

Gerade im Zeitalter der fortschreitenden Technologien ist es wertvoll, auch mal eine Auszeit von den Medien und der ständigen Erreichbarkeit zu nehmen. Die Geburt ist für viele Paare ein eindrucksvolles Erlebnis, was man mit der Außenwelt teilen möchte. Schätzen Sie dennoch die Zeit „offline“ und schalten Sie Ihr Mobiltelefon aus, um bewusst Momente mit Ihrem Kind und mit Ihrem Partner genießen zu können.

Im Allgemeinen können Sie zusätzlich Ihre Achtsamkeit während der Schwangerschaftsmonate durch Schwangerschaftsgymnastik, Yoga oder Meditieren üben. Beispielsweise fördern auch Entspannungsübungen wie Trophotraining oder autogenes Training den Zustand der körperlichen und seelischen Entspannung. Dies kann Ihnen zu einem besseren Umgang mit Schmerzen während der Geburt verhelfen.

Autorin: Lea Sentner

Bild-Copyright © albaroma7/pixabay