Asthma in der Schwangerschaft als risikoreich eingestuft

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Asthma in der Schwangerschaft als risikoreich eingestuft

Laut einem Artikel der Ärztezeitung vom 1. Mai 2012 können Asthma-Anfälle in der Schwangerschaft gefährlich sein.  Was das tatsächlich für Frauen in der Schwangerschaft  bedeutet,  wird folgend geklärt.

Vorab möchten wir darauf hinweisen, dass Frauen mit der Krankheit Asthma bronchiale einer Schwangerschaft nicht reserviert gegenüber stehen müssen. Hier ist primär entscheidend, dass sie richtig mit den Medikamenten eingestellt sind. Das heißt also für Sie, frühzeitig eine Ärztin/einen Arzt, unbedingt eine Lungenfachärztin/einen Lungenfacharzt  aufzusuchen, denn so kann das Risiko möglicher Komplikationen in jedem Fall vermindert werden.

Aber sind die Medikamente nicht gefährlich für das Ungeborene? Nein. Untersuchungen haben ergeben, dass die Einnahme von entzündungshemmenden und bronchienerweiternden Asthmamitteln keine Gefahr ausgeht. Hierzu können eine prospektive Untersuchung der Universität Tübingen mit 4083 Neugeborenen und eine Studie der  Universität Nottingham mit 5124 Kindern von Müttern mit Asthma,  repräsentative Ergebnisse liefern.

Was das Risiko erhöht ist also nicht die Medikamenteneinnahme, sondern genau das Gegenteil. Als Schwangere nicht richtig mit Medikamenten versorgt zu sein, fördert das Auftreten von Asthmaanfällen und genau diese sind die eigentliche Gefahr für den Fetus. Asthmaanfälle können dazu beitragen, dass das Kind im Körper nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Schwangere Asthmatikerinnen, welche in dem ersten Drittel Ihrer Schwangerschaft einen Asthmaanfall riskieren, erhöhen eine mögliche Missbildung Ihres Kindes.

Natürlich darf man jetzt nicht leichtfertig jede Art von Medikament einnehmen, um mit allen Mitteln einen Anfall zu verhindern. Auf die Menge und Art muss geachtet werden, das heißt für Sie, immer Absprache mit Ihrer zuständigen Ärztin/ Ihrem zuständigem Arzt zu halten. Auch regelmäßige Kontrollen sind ratsam, vor allem zu Beginn Ihrer Schwangerschaft, damit Sie bestens mit den notwendigen Medikamenten eingestellt werden können.

Auch stellt sich die Frage nach der Geburt bzw. ob eine vaginale Entbindung bei Asthmatikerinnen auszuschließen ist. Dies ist eher eine persönliche Entscheidung. Grundsätzlich ist eine natürliche Geburt möglich, wenn eine ausreichende Behandlung vorliegt. Erkennbar ist jedoch, dass sich mehr Schwangere mit Asthma bronchiale für einen Kaiserschnitt entscheiden.