Die Geburt – die ersten Stunden nach der Entbindung

Vor allem Erstgebärende sind darauf gespannt, wie es Ihnen nach der Entbindung wohl gehen wird

Herzlichen Glückwunsch – Ihr Baby ist da! Was kommt jetzt? Zuerst einmal die ersten Augenblicke mit Ihrem Kind, die sicher unvergesslich für Sie bleiben werden. Gleichzeitig läuft auch noch die letzte Phase der Entbindung ab, zu der wir Ihnen auf den folgenden Seiten einige Informationen geben.

Wie geht es mir direkt nach der Entbindung?

Das hängt sehr davon ab, ob Sie eine vaginale Entbindung hatten oder einen Kaiserschnitt, und bei Letzterem, ob Sie eine Vollnarkose hatten oder eine PDA, ob Ihr Kind gesund ist oder sofort intensivmedizinisch betreut werden muss. Bei einer vaginalen Entbindung hängt auch viel davon ab, ob diese recht zügig erfolgte oder sehr lang andauerte und ob Sie schmerzreduzierende Mittel bekommen hatten oder nicht.

Wenn Sie eine vaginale Entbindung recht schnell und ohne Schmerzmitteleinsatz hatten, werden Sie direkt nach der Geburt zwar sehr erschöpft sein, aber auch regelrecht euphorisch. Ihr Baby ruht auf Ihrem Bauch und sucht nach Ihrer Brustwarze, um mit dem Saugen zu beginnen. Sie spüren Gefühle wie Erleichterung, Stolz und Glück nach der gerade bewältigten Geburt. Außerdem wirken jetzt auch noch die Endorphine nach, die während der Entbindung ausgeschüttet wurden, um die Schmerzen besser aushaltbar zu machen. Endorphin ist ein Hormon, das Schmerzen unterdrückt und die Stimmung hebt, es wirkt etwa so wie Morphium und andere Opiate.

Leider fällt die Stimmung recht bald wieder. Es ist aber auch dann sicher hilfreich für Sie, wenn Ihnen bewusst ist, dass das vor allem hormonell bedingt ist.

Was genau ist die Nachgeburt?

Als Nachgeburt bezeichnet man den Vorgang, bei dem die Plazenta aus der Gebärmutter ausgestoßen wird. Das geschieht kurz nach der Geburt des Kindes. Meist braucht der Körper dafür nur noch eine Wehe. Für die meisten Frauen ist diese Phase nicht mehr sehr schmerzhaft, weil sie bereits ihr Kind bei sich haben und dadurch auf sehr viel Schöneres konzentriert sind.

Die Hebamme wird diese letzte Phase der Geburt begleiten und auch kontrollieren, ob die Nachgeburt vollständig ist. Dies ist wichtig, da die Plazenta direkt mit der Gebärmutter verwachsen war. Verbleibt beim Abstoßen ein Teil an der Haut der Gebärmutter zurück, kann dieser zu einem großen Blutverlust führen. Wäre die Plazenta also nicht „vollständig“, müsste der restliche, an der Gebärmutter haften gebliebene Teil operativ entfernt werden.

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