Die Geburt – was passiert als Erstes in der Klinik?

Die Geburt ist ein aufregendes Ereignis, nicht selten mit Unsicherheit und Ängsten behaftet.
Die Geburt ist ein aufregendes Ereignis, nicht selten mit Unsicherheit und Ängsten behaftet.

Die meisten Schwangeren haben sich bereits in den letzten Wochen vor der Geburt in der Klinik ihrer Wahl angemeldet. Dabei wird meist schon ein Teil des Aufnahmegesprächs geführt. Somit verkürzt sich beim Eintreffen zur Entbindung die Aufnahme und die Frau kann sich besser auf die beginnende Geburt konzentrieren.

Vor der Geburt: Anamnese und Untersuchungen

In jedem Fall wird im Aufnahmegespräch eine Anamnese gemacht, zum Beispiel, wann der erste Tag der letzten Periode war, wie die Schwangerschaft bisher verlaufen ist und auch, was über frühere Schwangerschaften, frühere oder bestehende Erkrankungen oder Operationen bekannt ist. Die Ergebnisse der während der Schwangerschaft durchgeführten Blutuntersuchungen werden dem Mutterpass entnommen, den Sie auch zur Entbindung vorlegen müssen.

Die Hebamme oder die Frauenärztin bzw. der Frauenarzt wird durch eine vaginale Untersuchung kontrollieren, wie weit Ihr Muttermund sich schon geöffnet hat und ob die Fruchtblase noch intakt ist. Außerdem findet eine Kardiotokographie (CTG-Kontrolle) statt, das heißt, am Herzton-Wehen-Schreiber werden der Verlauf der Wehen und die kindlichen Herztöne aufgezeichnet. Außerdem wird, wie bei allen anderen Vorsorgeuntersuchungen, Ihr Gewicht überprüft, der Blutdruck gemessen, eine Urinprobe sowie eine Blutprobe entnommen und untersucht. Es kann auch ein Ultraschall gemacht werden, um die Lage des Kindes zu sehen und die Größe sowie die Fruchtwassermenge abzuschätzen.

Das sollten Sie ruhig ansprechen: Gebärpositionen und Schmerzreduktion

Wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind, kann Ihnen die Ärztin oder Hebamme eine erste Prognose geben, wann Ihr Kind ungefähr zur Welt kommen wird. Allerdings haben die meisten Kinder schon jetzt ihre eigenen Ideen zum Leben und entscheiden mitunter, diese Prognosen zu unterlaufen.

Jetzt gibt es oft auch noch mal die Möglichkeit, mit der Hebamme darüber zu sprechen, welche Entbindungsmöglichkeiten Sie nutzen wollen, mit welchen Geräten Sie eventuell die Geburt unterstützen möchten und welche schmerzreduzierenden Mittel für Sie gegebenenfalls in Frage kommen.

Oft wird Ihnen auch angeboten, einen Einlauf zu erhalten. Er führt dazu, dass der Enddarm entleert wird, damit beim Pressen nicht Stuhl mit herausgepresst wird. Der Einlauf regt auch die Wehentätigkeit an. Die Schamhaare werden heutzutage üblicherweise nicht mehr abrasiert. Stellt sich bei den Untersuchungen jedoch heraus, dass die Geburt noch etwas auf sich warten lässt, sagt man Ihnen möglicherweise, dass Sie zu früh gekommen sind, und schickt Sie wieder nach Hause.

Bild-Copyright © Mamma Loves/flickr (CC BY 2.0)