Falsche Geburtslage – das können Sie tun!

Nicht selten lässt sich das Baby in die richtige Geburtslage bringen.
Nicht selten lässt sich das Baby in die richtige Geburtslage bringen.

Fast alle Kinder befinden sich im Lauf der Schwangerschaft in verschiedenen Positionen. Daher sollten Sie sich deswegen nicht zu früh Sorgen machen – denn entscheidend ist die rechtzeitige Wende vor der Geburt. Ab der 36. Schwangerschaftswoche wird es dann aber zunehmend eng im Bauch, sodass die Position nicht mehr so häufig geändert wird.

Natürliche Geburt manchmal möglich

Die meisten Kinder befinden sich zum Zeitpunkt der Geburt in der Schädellage, bereit für die Geburt mit dem Kopf voran. Sehr wenige Kinder liegen quer im Becken, die meisten drehen sich rechtzeitig zur Geburt in die richtige Geburtslage, falls nicht, ist ein Kaiserschnitt meist unumgänglich. Manche Kinder „sitzen“ in der sogenannten Beckenendlage, mit dem Po nach unten – und einige von ihnen werden dann auch aus dieser Position heraus geboren, also mit den Beinen voran. Eine natürliche Geburt ist also auch bei falscher Geburtslage unter bestimmten Voraussetzungen möglich, wird jedoch aufwendiger vorbereitet und dauert meist länger. Falls dabei die Sauerstoffversorgung des Kindes nicht mehr garantiert werden kann, muss ein Kaiserschnitt eingeleitet werden.

Mit diesen Tricks in die richtige Geburtslage

Um diese Risiken zu vermeiden, versucht man, das Baby dazu zu bringen, sich selbst in die richtige Geburtslage zu drehen. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, deren Wirksamkeit zwar nicht wissenschaftlich gesichert, die jedoch durchaus einen Versuch wert sind:

– Akupunktur und Akupressur, aber auch die sogenannte Moxibustion, bei denen Punkte im kleinen Zeh stimuliert werden.

– Die „Indische Brücke“. Bei dieser Übung werden das Becken und der Bauch zweimal täglich für ungefähr zehn Minuten hochgelagert – Ihre Hebamme zeigt Ihnen, wie’s geht. Die Position soll für das Kind so ungemütlich sein, dass es sich möglicherweise noch dreht. Seien Sie jedoch vorsichtig, denn es kann dabei schnell Schwindel auftreten.

– Appellieren Sie mit Licht oder Geräuschen an die Neugier des Kindes. Dafür wird eine Taschenlampe oder eine Glocke einmal am Tag vom Kopf des Kindes langsam in Richtung des Schambeins geführt. Diesem Reiz soll das Kind aus Neugier folgen und sich dadurch drehen.

Im äußersten Fall – die äußere Wende

Helfen diese Ansätze nicht, gibt es auch noch die Möglichkeit, das Kind im Mutterleib von außen zu drehen. Dies wird äußere Wende genannt und sollte nur in der Klinik unter fachkundiger Anleitung durchgeführt werden. Besprechen Sie die unterschiedlichen Möglichkeiten am besten auch mit Ihrer Hebamme. Sie ist die richtige Ansprechpartnerin dafür und kann Ihnen weitere Informationen und Tipps geben.

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