Fisch und Meeresfrüchte – was darf ich in der Schwangerschaft essen?

Fisch essen in der Schwangerschaft? - ja! Aber bitte immer durchgaren.
Fisch essen in der Schwangerschaft? – ja! Aber bitte immer durchgaren.

Das Thema Ernährung erhält in der Schwangerschaft einen besonderen Stellenwert – manches sollte die werdende Mutter unbedingt zu sich nehmen (aufgrund des hohen Nährstoffgehalts), auf anderes ganz verzichten (um eine Infektion zu vermeiden), bei vielem ist Vorsicht geboten, denn nicht jede Zubereitungsform ist geeignet. Kein Wunder, dass nicht wenige Schwangere diesbezüglich etwas verunsichert sind – schließlich geht es nicht nur um die eigene Gesundheit, sondern auch um die gesunde Entwicklung des Babys.

Fisch und Meeresfrüchte immer gut durchgaren

Fische sind wichtige Jod– und Eiweißlieferanten, viele – insbesondere die sog. Fettfische – sind Lieferanten von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (bspw. Omega-3-Fettsäure). Doch gerade bei Fischen sollten Sie in der Schwangerschaft aufpassen, denn es besteht die Gefahr einer Infektion. So sollen Fische und Meerestiere in der Schwangerschaft immer gut durchgegart gegessen werden. Das betrifft auch bereits vorgekochte Krustentiere, die Sie kurz vor dem Verzehr noch einmal erhitzen sollten.

Achtung bei „Halbkonserven“

Auch Fischkonserven (Vollkonserven, die ungekühlt eine lange Haltbarkeit haben) können unbesorgt verzehrt werden. Vorsicht geboten ist bei sogenannten Halbkonserven, also bei Rollmöpsen, Heringsröllchen oder Bismarckheringen in einem stark sauren Aufguss, die nur gekühlt haltbar sind. Die saure Tunke verhindert zwar das Einnisten von schädlichen Keimen, aber nur, wenn der Fisch komplett damit bedeckt ist und die Verpackung ungeöffnet ist. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass Sie den Inhalt einmal geöffneter Verpackungen innerhalb von zwei Tagen verbrauchen.

Diese Produkte lieber vermeiden

Aufgrund der Gefahr einer Listerieninfektion sollten Sie folgende Fischprodukte meiden:
– rohen Fisch (Sushi, Sashimi, Fischcarpaccio)
– rohe Meerestiere (Austern)
– geräucherten oder gebeizten Fisch wie Raucherlachs, geräucherte Forellenfilets etc.
– alle Fischerzeugnisse, die gekühlt werden müssen, z. B. Matjes (mit Ausnahme der oben genannten sehr sauer eingelegten Erzeugnisse)
– nicht pasteurisierten Kaviar

Warm geräucherter Fisch – geht das?

Wegen der erhöhten Listeriosegefahr sollten Sie während der Schwangerschaft auf einige Fischprodukte verzichten, im Besonderen auf Sushi, aber auch auf alle anderen rohen und auch auf gebeizte Fischprodukte. Auch vor geräuchertem Fisch wird gewarnt. Wenn Lebensmittel für wenigstens zwei Minuten auf über 70 °C erhitzt werden, sind die Bakterien abgetötet. Ob das beim Warmräuchern immer der Fall ist, kann nicht beurteilt werden. Am besten, Sie fragen bei der Räucherei direkt nach.

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