Geburtsangst bewältigen

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Gerade Frauen, die das erste Mal schwanger sind, wissen nicht, was auf sie zukommt.
Gerade Frauen, die das erste Mal schwanger sind, wissen nicht, was auf sie zukommt.

Viele Frauen haben Angst vor der Geburt, dies ist ganz normal. Gerade Frauen, die das erste Mal schwanger sind wissen nicht, was auf sie zukommt. Hinzu kommt meist, dass sich Erstschwangere mit Frauen austauschen, die bereits eine oder mehrere Geburten hinter sich haben und „Horrorgeschichten“ hören. Negatives – das in der Regel leider auch eher im Kopf verbleibt – schürt die Geburtsangst. Daher empfiehlt es sich, mit diesem Thema frühzeitig zu befassen und Strategien zur Bewältigung zu entwickeln, denn Aufklärung und Information sind die besten Waffen gegen die Geburtsangst.

Die Hebamme und der Geburtsvorbereitungskurs können erste Anlaufstellen sein, um Ihnen etwaige Bedenken zu nehmen. Sie erlernen die gängigsten Atemtechniken, um den Geburtsschmerz zu verkraften. Auch eine enge, vertrauensvolle Bindung zu Ihrer Hebamme hilft die Nervosität zu besiegen. Scheuen Sie sich nicht die Hebamme zu wechseln, wenn die „Chemie“ zwischen Ihnen nicht stimmt.

Lassen Sie sich vor allem nicht von Aussagen wie „Ihr Kind ist etwas groß (klein, leicht, schwer) für diese Schwangerschaftswoche …“ beunruhigen, keine Schwangerschaft verläuft nach einem bestimmten Schema. Klären Sie Ihre Unsicherheiten oder Fragen mit dem Arzt/der Ärztin oder Ihrer Hebamme.

Wählen Sie sich eine Geburtsumgebung in der Sie sich geborgen, und wo Sie sich ebenso von den anwesenden Geburtshelfern gut umsorgt fühlen. Am besten besuchen sie die Wunschklinik im Vorfeld und melden sich an. In Ihrer Akte können dann Ihre Wünsche und Bedürfnisse festgehalten und später berücksichtigt werden.

Eine Art, sich ganz offensiv mit den Ängsten auseinanderzusetzen wäre, eine Liste mit den verschiedenen Angst-Punkten. Wenn Sie sich dann damit beschäftigen, werden Sie sehen, dass es für alle Dinge mindestens ein Gegenargument oder eine Lösung gibt.

Zum Beispiel: Ich habe Angst vor der Geburt weil ich…
die Wehen und die Schmerzen fürchte. Lösung: Wenn ich es nicht aushalte, kann ich eine PDA in Anspruch nehmen.

… befürchte nicht rechtzeitig im Krankenhaus anzukommen oder meinen Partner nicht dabei zu haben. Lösung: Wir haben einen Plan, was wir machen, wenn es schneller gehen muss. Ich habe die Nummer des Rettungsdienstes in meinem Telefon gespeichert und falls mein Partner nicht schnell genug da sein kann, habe ich jemanden (Freundin, Schwester, Mutter), der es auf alle Fälle rechtzeitig schafft und mich unterstützt.

… Komplikationen befürchte, die das Baby oder mich sterben lassen. Lösung: Niemand hat eine Garantie, dass alles gut geht aber es hilft weder mir noch dem Kind, wenn ich mir mit Zweckpessimismus den schlimmsten Fall ausmale. Ärzte und Hebammen werden sich gut um mich und mein Baby kümmern.

Machen Sie sich bewusst, dass Sie aktiv am Geburtsvorgang beteiligt sind und Ihr angeborener Instinkt Ihnen den Weg zeigt. Sie sollten während der Wehen auf Ihre innere Stimme hören und Geräte, Medikamente und Hebamme nur als Unterstützung verstehen.

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Bild-Copyright: © cartersbebemom / pixabay.com (Creative Commons CC0)