Hautpflege in der Schwangerschaft

Die Haut am Bauch, an den Hüften und am Gesäß ist während der Schwangerschaft am meisten strapaziert.
Die Haut am Bauch, an den Hüften und am Gesäß ist während der Schwangerschaft am meisten strapaziert.

Während der Schwangerschaft macht der Körper einige Veränderungen durch, die unter anderem auch die Haut betreffen. Dabei kann es vorkommen, dass alt hergebrachte Produkte, auf die man schon immer gezählt hat nicht mehr ideal für die persönliche Pflege sind. Zum einen kommt das daher, dass der Körper Wasser einlagert und das Gewebe besser durchblutet wird, zum anderen daher, dass der weibliche Körper eine enorme hormonelle Veränderung erfährt. Das heißt man hat zwar eine rosige und straffe Gesichtshaut, aber es kann andererseits auch zu Pickeln, Trockenheit oder fettender Haut kommen.

Die Haut am Bauch, an den Hüften und am Gesäß ist während der Schwangerschaft am meisten strapaziert. Daher empfiehlt es sich täglich (ab dem 3. Monat 2 Mal täglich) die Haut mit einem guten Pflegeöl durch leichtes Zupfen oder kleine kreisende Bewegungen zu massieren, dies fördert die Durchblutung und verbessert so das Dehnungsvermögen des Bindegewebes. Diese Massage kann auch nach der Geburt bei der Rückbildung des Gewebes helfen. Bei der Neigung zu vorzeitigen Wehen, sollte auf große kreisende Bewegungen verzichtet werden. Wer vor der Schwangerschaft schon schwaches Bindegewebe hatte, der kann Dehnungsstreifen womöglich nicht ganz verhindern.

Leiden sie während der Schwangerschaft vor allem unter trockener und juckender Haut sollten sie seifenfreie Waschlotionen benutzen, nicht zu oft duschen und möglichst lange Schaumbäder meiden, um die Haut nicht übermäßig zu reizen. Nach einem Bad sollten sie Ihre Haut mit Öl oder harnstoffhaltigen Cremes pflegen.

Neben der Hormonumstellung kann der Körper allergisch auf Produkte oder Nebenwirkung eines Medikaments reagieren. Im Falle eines Ausschlags sprechen Sie bitte mit Ihrer Hautärztin/Ihrem Hautarzt, um entsprechende Abhilfe zu schaffen.

Auch ein ausgiebiges Sonnenbad sollten sie möglichst unterlassen. Wenn Sie aber gar nicht auf die Sonne verzichten können, sollten sie zu unparfümierten und pH-Neutralen Sonnenschutzprodukten greifen. Bei Selbstbräunern sollten sie darauf achten, dass sie keine Psoralene enthalten, da sie im Verdacht stehen krebserregend zu sein.

Wenn sie vor der Schwangerschaft unter Akne litten, kann es sehr gut sein, dass die Hautprobleme während der Schwangerschaft deutlich zurückgehen. Wenn sich aber dennoch eine Verschlimmerung der Akne einstellt, müssen sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt halten, da viele Aknemittel während der Schwangerschaft nicht angewandt werden dürfen.

Wenn sie vor der Schwangerschaft keine Allergien oder Überempfindlichkeiten gegen Ihre Kosmetika hatten, können Sie diese durchaus weiter benutzen. Generell sollten Sie seifenfreie, unparfümierte und pH-neutrale Produkte zur Hautpflege während der Schwangerschaft heranziehen und bei gravierenden Hautproblemen Ihre Ärztin/Ihren Arzt konsultieren.

Foto: (c)Zerocool/pixabay.com