Hund und Baby – eine gute Kombi?

Es ist wichtig, dass Ihr Hund das Baby zunächst als "Welpen" anerkennt.
Es ist wichtig, dass Ihr Hund das Baby zunächst als „Welpen“ anerkennt.

Die meisten schwangeren Hundebesitzerinnen denken darüber nach, wie der Hund auf das neue Familienmitglied reagieren wird. Viele möchten den Hund bereits vor der Geburt auf den Neuankömmling vorbereiten, was jedoch kaum möglich ist. Wichtiger ist, wie Sie und der Rest der Familie und ganz besonders die anerkannte Bezugsperson des Tieres sich bei der ersten Begegnung mit dem Baby verhalten und reagieren.

Einhalten von Regeln wichtig

Grundsätzlich darf das Baby Kontakt mit Hunden und Katzen haben. Die Tiere sollten aber – schon aus Sicherheitsgründen – bereits in der Schwangerschaft dazu erzogen werden, das zukünftige Kinderzimmer nicht mehr allein zu betreten. Der normale Aufenthaltsort des Tieres, Schlaf- und Futterplatz sollten außerhalb des Kinderzimmers sein, damit dort nicht allzu viele Tierhaare landen. So wird das Allergierisiko minimiert.

Auch Vögel sowie alle anderen Tiere, die Staub oder Schmutz verbreiten, sollten schon während der Schwangerschaft an einen Platz gewöhnt werden, der möglichst weit entfernt vom Kinderzimmer ist, um die Allergiegefährdung für das Neugeborene gering zu halten.

Ferner sollten Sie Ihr Tier regelmäßig in der Tierarztpraxis durchchecken lassen, um so die Hauptrisiken einer ansteckenden Krankheit oder eines Parasitenbefalls schon von vornherein zu vermeiden. Die obligatorischen jährlichen Impfungen für den Hund sind dafür die beste Gelegenheit. Vor allem, wenn es sich bereits um einen älteren Vierbeiner handelt, ist dies schon im Interesse des Tieres sinnvoll.

Hund und Baby – gesundheitlich unbedenklich

Erlauben Sie dem Hund, dass er am Baby schnüffeln darf. Sie müssen sich dabei um gesundheitliche Risiken für das Baby keine Sorgen machen! Sie sollten dem Hund dabei ruhig und freundlich erklären, dass der Neuankömmling ab jetzt zu seiner Familie gehört und dass der Hund sich um diesen genauso kümmern soll wie bis jetzt um den Rest der Familie.

Je stärker der Hund das Baby als Welpen anerkennt, desto besser. Wichtig ist auch, dass der Hund von Anfang an mit dem Baby gemeinsam spielen kann und viel Körperkontakt hat. Sie sollten ihn auf keinen Fall vom Baby fernhalten und ausschließen. Spätestens wenn Ihr Kind dann krabbeln kann, wird es die Nähe zu Ihrem Hund sowieso suchen. Achten Sie dabei aber darauf, dass der Hund immer einen Rückzugsort hat, der für das Kind nicht zugänglich ist.

Mit dem Heranwachsen des Kindes ist es dann noch mal wichtig, darauf zu achten, dass der Hund die Änderung der Rangordnung akzeptiert, denn jetzt wird aus dem „Welpen“ ein ranghöheres Mitglied im „Rudel“.

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