Kosmetikprodukte in der Schwangerschaft – was geht, was nicht?

Nicht alle Kosmetikprodukte sollten in der Schwangerschaft verwendet werden
Nicht alle Kosmetikprodukte sollten in der Schwangerschaft verwendet werden

Ob Parfüms, Cremes, Körperlotionen oder Schminkprodukte: Sie können in der Schwangerschaft die meisten bisher genutzten Pflege- und Kosmetikprodukte weiterhin verwenden, wenn Sie vor der Schwangerschaft keine Allergien gegen die Produkte hatten. Sie werden jedoch möglicherweise feststellen, dass Ihre Haut sich in diesen Monaten verändert oder anders auf Pflegeprodukte reagiert, als Sie es bisher gewohnt waren.

Achten Sie deshalb mehr als sonst darauf, ob möglicherweise allergische Reaktionen auf bestimmte Produkte auftreten. Manchmal ändert sich während der Schwangerschaft auch der Hauttyp, sodass Sie vorübergehend Ihre Körperpflege anpassen sollten.

Vorsicht ist allerdings bei allen Pflegeprodukten mit tiefenwirksamen Wirkstoffen, Hormonen und ähnlichen Bestandteilen geboten. Im Zweifelsfall ersetzen Sie diese für die Dauer der Schwangerschaft und Stillzeit durch hypoallergene Produkte.

Was sollte ich beim Kauf von Kosmetikprodukten während der Schwangerschaft beachten?

Während der Schwangerschaft reagiert der Körper sensibler – allergische Reaktionen treten jetzt häufiger auf als sonst. Das merken Sie vielleicht, wenn Sie die bisher verwendeten Kosmetika plötzlich nicht mehr vertragen. Ersetzen Sie diese am besten durch hypoallergene und unparfümierte Präparate, gegebenenfalls auch durch hautsensitive Babypflegeprodukte. Kaufen Sie von neuen Produkten wenn möglich erst einmal Probegrößen, um die Verträglichkeit zu testen.

Vorsicht bei Kosmetikprodukten mit Benzoesäure

Meiden Sie Pflegemittel und Kosmetika mit dem Konservierungsmittel Benzoic Acid (Benzoesäure) und Benzoylperoxid, einer Vorstufe von Benzoesäure. Der Wirkstoff kann unter Umständen in den Blutkreislauf gelangen und dem Baby schaden. Vorsicht ist auch bei pflanzlichen Produkten geboten: Extrakte aus Ingwer, Gewürznelke, Rosmarin, Thymian und Zimt können in sehr hohen Dosen vorzeitige Wehen auslösen. Anwendungen mit Teebaumöl können jetzt allergische Reaktionen auslösen, Sie sollten sie also selten und wenn dann nur in verdünnter Form nutzen.

Sind Alkohol-haltige Kosmetikprodukte schädlich?

Über Alkohol in Kosmetika müssen Sie sich keine Gedanken machen, bei der äußerlichen Anwendung von Cremes, Lotionen oder anderen Produkten geht der Alkohol nicht in den Körper über.

Sie sollten lediglich darauf achten, dass Ihre Haut jetzt empfindlicher ist als vor der Schwangerschaft. Das kann dazu führen, dass sie möglicherweise auf bestimmte Bestandteile in Kosmetika sensibler reagiert als sonst. Der in Kosmetikprodukten enthaltene Alkohol kann aber höchstens Ihre Haut reizen, Ihrem Baby passiert dabei nichts.

Insgesamt gilt auch hier: Fragen Sie im Zweifelsfall Ihre Frauenärztin/Ihren Frauenarzt, welche Kosmetikprodukte Sie verwenden können, oder lassen Sie sich in der Apotheke dazu beraten.

Bild-Copyright © Akira Ohgaki/flickr (CC BY 2.0)