Leben als Alleinerziehende

Für Alleinerziehende gibt es viele Beratungsangebote

Für Alleinerziehende gibt es viele Beratungsangebote

Wenn die Schwangere eine alleinerziehende Mutter sein wird, bedeutet das meist auch, dass sie sich mit Fragen und Ängsten konfrontiert sieht, die über diejenigen, die ohnehin in der Schwangerschaft auftauchen, hinausgehen.

Beratungsstellen für Alleinerziehende

Wenn Sie sich auf das Leben als alleinerziehende Mutter vorbereiten, ist es jetzt vor allem wichtig, dass Sie eine Beratungsstelle aufsuchen. Im Gespräch mit einer Beraterin oder einem Berater – zum Beispiel beim Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV), bei pro familia, der Diakonie oder der Caritas – können Sie Ihre Gefühle und Ängste offen ansprechen, ohne Ablehnung oder Beeinflussung fürchten zu müssen. Sie erhalten auch eine individuelle Beratung zu Ihrer finanziellen und persönlichen Situation als Alleinerziehende. Außerdem werden dort gemeinsam mit Ihnen Handlungsmöglichkeiten und Lösungsvorschläge erarbeitet und Sie bekommen auch Informationen dazu, welche Unterstützungen Ihnen zustehen.

Austausch mit anderen Alleinerziehenden

Eine weitere hilfreiche Möglichkeit ist es, Kontakt zu anderen Single-Schwangeren oder alleinerziehenden Müttern zu suchen. Es gibt inzwischen auch Geburtsvorbereitungskurse und Gruppen für alleinstehende Schwangere. Hier können Sie sich austauschen und vielleicht schon Bekanntschaften schließen, die auch später Ihr Umfeld bereichern können.

Wichtig ist, dass Sie sich Hilfe für die ersten Wochen nach der Geburt suchen, denn eine Geburt ist anstrengend, physisch und psychisch.

Verantwortung übernehmen und Hilfe zulassen

Es dauert einige Zeit, sich von der Geburt zu erholen und wieder „auf die Beine zu kommen“. Doch das Baby fordert ab dem ersten Tag eine Rundumbetreuung, was besonders als Alleinerziehende und im geschwächten Zustand sehr schwerfallen kann.

Deshalb ist es gut, sich jemanden zu suchen – vielleicht eine Verwandte oder Freundin – der Ihnen einige Stunden am Tag zur Seite stehen kann oder Sie sogar für eine gewisse Zeit rund um die Uhr begleitet. Das kann dabei helfen, langsam in den Alltag mit dem Kind hineinzuwachsen und sich von den Strapazen der Geburt zu erholen. Sobald Sie wieder fit sind, können Sie sich dann ganz allein um Ihr Baby kümmern.

Es macht Sie in keinem Fall zu einer „schlechten Mutter“, wenn Sie sagen, dass Sie Hilfe brauchen und nicht alles allein schaffen. Ganz im Gegenteil, dadurch sichern Sie die beste Versorgung für Ihr Kind und geben sich selbst die Möglichkeit, schnell wieder vollkommen einsatzbereit zu sein. Denken Sie auch an sich, denn Ihr Kind wird Sie noch brauchen.

Charlie Davidson flickr CC BY-ND 2.0