Let’s Dance? – Tanzen mit Babybauch

Tanzen in der Schwangerschaft wirkt sich positiv auf Mutter und Kind aus

Tanzen in der Schwangerschaft wirkt sich positiv auf Mutter und Kind aus

Sie lassen gerne mal am Wochenende im Club die Nacht zum Tag werden oder die Hüften in einer Tanzschule schwingen? Doch nun sind Sie schwanger… Soll damit deswegen Schluss sein?

Wohltuend für Körper und Seele

Keine Sorge, auch mit Babybauch ist Tanzen an sich nicht nur möglich, sondern sogar empfehlenswert. Es wirkt sich nämlich nicht nur auf den Körper positiv aus, sondern auch auf die Seele.

Durch das Tanzen bekommen Sie ein besseres Körpergefühl, Ihre Laune hebt sich und Sie vergessen dabei für einen Moment den Alltag.

Haben Sie übrigens gewusst, dass der Bauchtanz für Schwangere besonders empfehlenswert ist? Das Kreisen der Hüften lockert nämlich das Becken und stärkt die Beckenmuskeln – und dies ist eine gute Vorbereitung auf die Geburt. Auch hilft der Tanz, Verspannungen im Oberkörper zu lösen, die durch das Gewicht des Bauches entstehen können.

Und: Wenn Sie tanzen, tanzt Ihr Kleines sozusagen mit! Ihre Bewegungen regen das Ungeborene an, mitzumachen, sich zu drehen und zu bewegen. Dies wirkt sich positiv auf die körperliche aber auch die geistige Entwicklung aus, da das Baby dazu angeregt wird, durch die Bewegungen neue Erfahrungen zu machen.

Doch wie beim Thema Sport in der Schwangerschaft gilt auch hier: Der Schwangerschaftsverlauf bestimmt das Tempo. Wenn es Ihnen gut geht und es aus ärztlicher Sicht keine Einschränkungen gibt, können Sie Ihrer Tanzleidenschaft weiterhin nachgehen. Lediglich bei den Tänzen, bei denen die Bewegungen heftiger ausfallen (springen, stark stampfen, abrupt stehen bleiben, stark die Hüfte kippen) ist große Vorsicht geboten, denn hier ist die Verletzungsgefahr erhöht. Auf solche Tanzarten sollten Sie also Ihrem Baby zuliebe in der Schwangerschaft besser verzichten.

Tanzen – ja, Disko – nein?

Doch kommt während der Schwangerschaft auch ein Club- oder Diskobesuch in Frage? Dieser ist nicht unbedingt zu empfehlen. Einerseits ist hier das Thema Lautstärke zu berücksichtigen: Ab der 20. Schwangerschaftswoche beginnt der Gehörsinn des Babys sich allmählich zu entwickeln. Durch das Fruchtwasser bekommt es die Geräusche nur gedämpft mit, dennoch ist generell eher beruhigende Musik für das Ungeborene gut. Wenn Sie also auf die Disko nicht komplett verzichten wollen, so sollten Sie darauf achten, nicht direkt neben einer Box zu stehen.

Andererseits ist in einer Disko oder einem Club mit dem Risiko zu rechnen, geschubst zu werden oder schlimmstenfalls sogar einen Schlag in den Bauch zu bekommen. Dies kann leider schnell im Gedränge passieren, wenn auch unabsichtlich. Daher raten wir generell von Aufenthalten in größeren Menschenansammlungen eher ab.

Ob Disko, Tanzschule oder Tanzgymnastik – bei der Entscheidung, welche dieser Optionen für Sie gut ist, lässt sich bei komplikationsfreiem Schwangerschaftsverlauf folgendes sagen: Hören Sie auf Ihr Körpergefühl und achten Sie auf Ihre Grenzen. Legen Sie also auch mal eine Pause ein. Und immer wichtig: Sprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt darüber, worauf Sie beim Tanzen in der Schwangerschaft achten müssen.

Autorinnen: Katharina Klages, Katarzyna Zajchowska

Bild-Copyright © Frank Kovalchik / flickr (CC BY 2.0)