Schreibaby – was tun?

Zunächst ist es wichtig, körperliche Ursachen beim Kind auszuschließen.
Zunächst ist es wichtig, körperliche Ursachen beim Kind auszuschließen.

Glücklicherweise müssen sich nicht alle Eltern mit diesem Problem auseinandersetzen, aber wenn Sie nach der Geburt Ihres gesunden Kindes bemerken, dass es

– 3 oder mehrere Stunden täglich, an
– 3 oder mehreren Tagen pro Woche, über
– 3 Wochen untröstlich weint
(„Drei-Monatskolik“) gerät wahrscheinlich jedes Elternpaar irgendwann an seine Grenzen.

Bevor Sie weitere Schritte einleiten ist es zunächst außerordentlich wichtig, körperliche Ursachen beim Kind, wie zum Beispiel die Reflux-Krankheit (entzündliche Erkrankung der Speiseröhre) oder eine Milcheiweißallergie, durch ärztliche Untersuchungen auszuschließen.
Nachdem Sie sicher sein können, dass Ihr Kind keine behandelbaren Gebrechen aufweist, möchten wir Ihnen nun einige unterstützende Tipps und Hinweise geben, wie Sie mit dieser nervenaufreibenden Situation umgehen können.

Den verschiedenen Möglichkeiten geht eines voraus, strahlen Sie selbst Ruhe und Harmonie aus. Lassen Sie sich nicht verunsichern oder verfallen in Hektik, es würde sich auf Ihr Kind übertragen und negativ auswirken. Machen Sie sich bewusst wie Ihr Baby die Veränderung von dem Leib der Mutter hinaus in die Welt erlebt. Also sollte es das A und O sein, besonders durch Interaktion mit dem Kind, Entspannung zu vermitteln:

• Sprechen Sie in einem ruhigen und sanften Tonfall mit Ihrem Baby
• Körperkontakt: Legen Sie Ihr Kind auf den nackten Oberkörper oder in den Schoß
• Wenn es sich mit steifem Rücken streckt, beugen Sie es wieder in eine gekrümmte Position
• monotone Klänge und Geräusche (Meeresrauschen, tickende Uhr, fließendes Wasser)

Der amerikanische Kinderarzt Dr. Harvey Karp („The happiest baby on the block“; dt. „Das glücklichste Baby der Welt“) hat eine besondere Methode etabliert und in einem Buch veröffentlicht. Die Technik der fünf „S“:

Straffwickeln
Seiten-/Bauchlage
SchSch-sagen
Schaukeln und bewegen
Saugen

Genaue Beschreibungen zur Anwendung der fünf „S“ finden Sie im Internet oder in seinem Buch. Außerdem gibt es zahlreiche Plattformen und Foren die sich mit dem Thema „Schreibaby“ auseinandersetzen und Ihnen mit Rat zur Seite stehen.

Foto: (c)TaniaVdB/pixabay.com