Sport in der Schwangerschaft

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Sport in der Schwangerschaft

Es ist noch nicht lange her, da wurde Schwangeren von jeder sportlichen Aktivität abgeraten. Nur ein wenig Gymnastik, Schwimmen und spazieren gehen waren erlaubt. Das hat sich geändert. Heute gilt Sport in Maßen für werdende Mütter als durchaus empfehlenswert.

Dabei sollte man allerdings immer diese beiden Punkte berücksichtigen:

  • Die Schwangerschaft an sich stellt bereits extreme Anforderungen an den ganzen Körper und an bestimmte Körperfunktionen. So nehmen beispielweise das Herzvolumen und die Herzfrequenz zu.

  • Schwangerschaftsbedingte körperliche Veränderungen treten vor allem ab dem sechsten Monat ein. Sie sind gerade auch beim regelmäßigen Sporttreiben zu beachten. Der wachsende Uterus führt zu einer Schwerpunktverlagerung und zu einer Kippung des Beckens nach vorn.

Die Schwangerschaft ist deshalb nicht der geeignete Zeitraum für Frauen, die bisher keinen Sport getrieben haben, nun mit einem anstrengenden Leistungssport oder Fitnesstraining zu beginnen.

Wenn Sie zu den fast 40% der Frauen gehören, die nur unregelmäßig oder überhaupt nie Sport treiben, sollten Sie mit einer leichten Schwangerschaftsgymnastik beginnen, sobald sich die Schwangerschaft bestätigt. Wenn Sie bereits regelmäßig Sport treiben, müssen sie nicht damit aufhören. Sie sollten jedoch etwas schonender vorgehen. Wenn Sie gewohnt sind, täglich Sport oder Leistungssport zu treiben, sprechen Sie mit Ihren Frauenarzt oder Sportmediziner darüber.

Generell sind Sportarten mit vorwiegend aerober Belastung, rhythmischem Bewegungsablauf, geringem Sturzrisiko und Betätigung großer Muskelgruppen gut geeignet, um auch während der Schwangerschaft ausgeübt zu werden. Extreme Beschleunigung, Abbremsung, Rotation, harte Stöße, hohes Sturzrisiko, anaerobe Belastung und vorwiegende Rückenlage müssen vermieden werden.

Das sportliche Training sollte auch bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf mit dem Arzt besprochen werden. Unabdingbar ist dies bei Risikoschwangerschaften (z.B. Neigung zu Frühgeburten, Blutungen etc.) sowie bei allgemeinen akuten oder chronischen Erkrankungen der Schwangeren.

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