Stress am Arbeitsplatz – in der Schwangerschaft zu vermeiden

Negativer Stress sollte in der Schwangerschaft vermieden werden - dem Ungeborenen zuliebe.
Negativer Stress sollte in der Schwangerschaft vermieden werden – dem Ungeborenen zuliebe.

Dass negativer Stress während der Schwangerschaft (und auch sonst!) alles andere als gesund ist, ist keine neue Erkenntnis. Doch gerade im Berufsalltag ist psychische Belastung nicht immer einfach zu vermeiden. Nicht selten stößt auch leider die frohe Botschaft über die Schwangerschaft nicht unbedingt auf Freudentränen bei Chefs und Kollegen… Daher fragen sich werdende Mütter, inwieweit sich ihr Arbeitsstress auf ihr Ungeborenes auswirken kann und wie damit umzugehen ist.

Ist Stress am Arbeitsplatz Grund für einen Beschäftigungsverbot?

Starke emotionale Belastungen und psychischer Stress sind nicht gut für Sie und Ihr ungeborenes Kind. Frauen mit überdurchschnittlichen psychischen Belastungen weisen häufiger Fehlgeburten oder Frühgeburten auf. Über die Höhe des Risikos herrscht in Wissenschaftskreisen noch Unsicherheit.

Um die individuellen Beschwerden einzelner Mütter ausreichend zu berücksichtigen, wurde im Mutterschutzgesetz ein individuelles Beschäftigungsverbot verankert, das von der behandelnden Frauenärztin erteilt werden kann. Das Aussprechen eines individuellen Beschäftigungsverbotes kann in Ausnahmefällen auch durch psychischen Stress begründet werden, wobei die Ärztin bei der Ausstellung von individuellen Beschäftigungsverboten einen gewissen Ermessensspielraum hat. Sie sollten versuchen, die Belastungen so gut es geht zu verringern und in jedem Fall mit Ihrer Frauenärztin über die arbeitsplatzbedingten Belastungen zu sprechen.

Mobbing aufgrund von Schwangerschaft – wie kann ich mir helfen?

Suchen Sie den direkten Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Vielleicht steckt bei den anderen hinter spitzen Bemerkungen vor allem die Angst, dass in Zukunft Arbeit von Ihnen liegen bleibt, die die Kollegen dann mit erledigen müssen? Mobbing entsteht oft durch solche Ängste und durch Unsicherheit.

Manchmal verbessert sich die Situation auch dadurch, dass Sie möglichst konkret darüber reden, welche Pläne Sie nach der Geburt haben – wissen Sie schon, wann Sie wieder in die Arbeit zurückkehren möchten? Welche Möglichkeiten gibt es für Sie, Modelle wie Home Office oder Gleitzeit zu nutzen?

Falls Sie das Gefühl haben, weiterhin ausgegrenzt zu werden, sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten: Es ist unter anderem seine Pflicht, Ihren Kollegen zu vermitteln, dass Sie bestimmte Arbeiten während der Schwangerschaft nicht ausüben dürfen, um die Gesundheit Ihres Kindes nicht zu gefährden. Vielleicht hilft auch ein Gespräch mit dem Betriebs- oder Personalrat.

Versuchen Sie auch mit anderen Schwangeren ins Gespräch zu kommen, um sich über diese Themen auszutauschen und vielleicht auch Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

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