Vater werden ist nicht schwer? – einige Fragen, die werdende Väter beschäftigen

Sie werden Vater und sind verunsichert? - Keine Sorge, das ist völlig normal

Sie werden Vater und sind verunsichert? – Keine Sorge, das ist völlig normal

Sie werden Vater – herzlichen Glückwunsch! Eine aufregende Zeit steht Ihnen bevor, doch – vor allem, wenn es Ihr erstes Baby ist – auch eine, die auch für Sie oft von Unsicherheiten geprägt ist. Nicht wenige werdende Väter fühlen sich in die Rolle des Außenbeobachters versetzt und sind von den wechselnden Gefühlslagen ihrer Partnerin überfordert. Auch Zukunftsängste spielen nicht selten eine Rolle. Das alles ist ganz normal und an sich kein Grund zur Beunruhigung. Wir haben hier einige Tipps zusammengestellt, wie Sie mit der neuen Situation sowie den eigenen Sorgen und Ängsten umgehen sowie Ihre Partnerin unterstützen und in der Schwangerschaft begleiten können.

Wie kann ich als werdender Vater meine Partnerin unterstützen?

Zu Beginn der Schwangerschaft geht es den meisten Frauen – abgesehen von der Übelkeit, unter der viele leiden – körperlich gut. Das heißt: Handfeste tatkräftige Unterstützung wie das Tragen der Einkaufstaschen ist voraussichtlich erst in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft gefragt. Von Anfang an gilt aber: Sie können Ihre Partnerin vor allem in der Form unterstützen, dass Sie mit ihr im Gespräch bleiben, verständnisvoll auf ihr emotionales Auf und Ab reagieren und ihr zeigen, dass Sie als Partner für sie da sind.

Wichtig ist auch, sich darüber auszutauschen, wie man sich gemeinsam die Zukunft als Familie vorstellt: Wer wird welche Rolle einnehmen, welche Aufgaben kommen auf Sie beide zu und wie können Sie diese miteinander bewältigen? Solche Fragen sollten während der Schwangerschaft schon besprochen werden, damit Sie rechtzeitig alles vorbereiten können.

Ihre Partnerin muss während der Schwangerschaft auf das Rauchen und auf Alkohol verzichten. In dieser Hinsicht sollten Sie sich unbedingt solidarisch zeigen. Es fällt viel leichter, zu verzichten, wenn man nicht allein ist – und Ihre Beziehung wird es auch stärken, wenn Ihre Partnerin spürt, dass es Ihnen mit der Unterstützung ernst ist.

Wie kann ich mit den Stimmungsschwankungen meiner Partnerin umgehen?

Auch wenn es für andere Menschen oft schwer nachvollziehbar ist: Während der Schwangerschaft fahren die Hormone einer Frau oft Achterbahn – und die Gefühle ebenso. Versuchen Sie möglichst gelassen zu bleiben. Ihre Partnerin ist jetzt vermutlich mit ähnlichen Gedankenspielen beschäftigt wie Sie – „Wie soll es weitergehen, können wir das Leben mit einem Baby meistern, werden wir gute Eltern?“ – und dazu kommen gewaltige körperliche Umstellungen, die völliges Neuland für die Frau sind. Je ruhiger und einfühlsamer Sie agieren können, umso besser wird es Ihrer Partnerin damit gehen.

Ich mache mir manchmal Sorgen, weil ich nicht weiß, was auf mich als Vater zukommt. Werde ich für eine Familie sorgen können?

Diese Sorge plagt die allermeisten Männer, wenn sie erfahren, dass sie Vater werden. Viele spüren den Druck der Verantwortung von zwei Seiten: Bald muss man vielleicht für eine Familie sorgen – und gleichzeitig erwartet auch die Partnerin etwas von einem (ohne dass der werdende Vater immer ganz sicher ist, was das sein könnte). Dazu kommt dann die Unsicherheit, wie man sich als Vater zu verhalten hat. Oft spielen jetzt auch Erinnerungen und Bezüge zur eigenen Kindheit eine Rolle, ob bewusst oder unbewusst: Wie will man sich als Vater verhalten? Was will man auf keinen Fall tun? Auch hierüber können und sollten Sie sich mit Ihrer Partnerin austauschen.

Bild-Copyright © Lara Lima/flickr