Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft

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Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft

Die Vorsorgeuntersuchungen sollten unbedingt von der Schwangeren wahrgenommen werden. Diese werden von dem betreuenden Gynäkologen durchgeführt. Die Erstuntersuchung beinhaltet eine umfangreiche Anamnese sowie eine intensive Untersuchung und das Ausstellen des Mutterpasses. Die weiteren Untersuchungen kontrollieren den Verlauf der Schwangerschaft, sie dienen der Früherkennung und konsequenten Behandlung von eventuell auftretenden Komplikationen. Bei einem komplizierten Verlauf der Schwangerschaft oder einer Risikoschwangerschaft erfolgen die Untersuchungen entsprechend häufiger.

Die Untersuchungen sind bei einer komplikationsfreien Schwangerschaft wie folgt angesetzt:

  • Bis zur 24. Schwangerschaftswoche sollte sich die Frau alle 4 Wochen bei ihrem Gynäkologen  untersuchen lassen.
  • Ab der 28. Schwangerschaftswoche dann schon alle 3 Wochen,
  • ab der 34. Schwangerschaftswoche alle 2 Wochen und
  • ab der 41. Schwangerschaftswoche jeden 2. Tag. Bestehen bis dahin immer noch keine Anzeichen auf eine baldige Geburt, sollte sich die Schwangere ab 10-12 Tage nach dem errechneten Geburtstermin in stationäre Aufnahme begeben, um medizinisch bestens beobachtet zu werden, außerdem steht die Schwangere mit ihren Fragen und Ängsten nicht allein da. Das primäre Ziel dieser Untersuchungen ist das frühzeitige Erkennen von mütterlichen und kindlichen Risiken.

Außer den regelmäßigen Untersuchungen wird in der 24.-28. Schwangerschaftswoche ein Glucose-Screening angesetzt. Bei Frauen mit familiärer Belastung (zuckerkranke Eltern oder Großeltern) oder starkem Übergewicht wird das Glucose-Screening in der 30.-32. SSW wiederholt, auch wenn es vorher unauffällig war. Darüber hinaus wird ein Abstrich auf Streptokokken empfohlen und bei Rh-negativen Frauen in der 27.-30. Schwangerschaftswoche außerdem ein 2. Antikörpersuchtest (Anti-D-Prophylaxe).

Das Angebot an Zusatzuntersuchungen, die aus eigener Tasche bezahlt werden müssen, hat in den letzten Jahren zugenommen. Dabei sollte gut überlegt werden, welche von diesen Angeboten wirklich notwendig sind, da häufig Untersuchungen durchgeführt werden, die völlig unnötig sind, oder sogar belastend sein können. Als Entscheidungshilfe dienen umfangreiche Informationen und die Beratung durch einen Fachmann.