Wellness im Winter – Sehnsucht nach Wärme

Wellness in der Schwangerschaft? Ja - mit wenigen Einschränkungen

Wellness in der Schwangerschaft? Ja – mit wenigen Einschränkungen

Im Winter vermissen wir besonders Wärme und Sonnenlicht. Als Ausgleich dafür suchen einige sich dafür Alternativen wie warme Schwimmbäder oder Saunen. Damit Sie wissen, welche Wellness-Möglichkeiten Sie während der Schwangerschaft nutzen können, möchten wir Ihnen dazu ein paar Hinwiese geben.

Wellness im Wasser – Schwimmbad oder Therme besuchen?

Leider sind die natürlichen Quellen der Thermalbäder oft zu warm für schwangere Frauen. Bei einem Besuch in der Therme sollten Sie also Becken meiden, in denen die Wassertemperatur über 37 Grad Celsius liegt. Auch schnelle Temperaturwechsel sind nicht zu empfehlen, dass strengt den Kreislauf zu sehr an.

Für Thermen gilt, dass die nassen Badesachen sofort ausgezogen und Whirlpools gemieden werden sollten, um Vaginalinfektionen vorzubeugen. Ab der 36. Woche sollten Sie zudem besser nicht mehr ins Wasser gehen. Whirlpools sind wahre Bakterienschleudern und sollten im gesamten Verlauf der Schwangerschaft gemieden werden.

Wellness mit besonders viel Wärme – Sauna und Dampfbad

Falls Sie bisher regelmäßig in die Sauna gegangen sind, können Sie das auch während der Schwangerschaft fortsetzen. Sicherheitshalber sollten Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt darüber informieren, damit auch tatsächlich keine individuellen Risiken dagegensprechen. Wenn Sie bisher keine „Sauna-Erfahrung“ haben, sollten Sie jedoch nicht ausgerechnet in den ersten Schwangerschaftsmonaten damit starten, denn jetzt reagieren Körper und ungeborenes Kind besonders sensibel.

Auch wenn Sie Sauna für Sie zum Wellness-Programm gehört, sollten Sie während der Schwangerschaft achtsamer als sonst auf Ihren Körper hören: Beschränken Sie sich auf maximal zwei Gänge von etwa zehn Minuten pro Saunabesuch und Woche. 50 bis 60 °C reichen aus – und trockene Saunen sind jetzt generell besser geeignet als Dampfbäder. Bleiben Sie in der Sauna am besten auf den unteren Bänken: Hier wird es nicht so heiß und Sie können rasch nach draußen, falls Sie sich plötzlich unwohl fühlen. In diesem Fall sollten Sie übrigens immer sofort die Sauna verlassen!

Trinken Sie vor und nach dem Saunieren reichlich Wasser. Bereiten Sie den Körper wenn möglich durch ein warmes Fußbad auf den Saunagang vor und kühlen Sie sich nach der Sauna vorsichtig ab: Statt im kalten Becken duschen Sie sich besser mit dem Schlauch ab, zuerst die Arme und Beine, dann der restliche Körper.

Das Dampfbad ist nicht so heiß wie eine finnische Sauna, die Temperatur beträgt lediglich etwa 50 Grad Celsius. Allerdings ist die Luftfeuchtigkeit sehr, sehr hoch. Sie liegt bei fast 100 Prozent. Ob Sie sich im Dampfbad wohlfühlen, müssen Sie selbst ausprobieren. Für manche ist es angenehmer als die heißen Trockensaunen, andere Schwangere bekommen durch die hohe Luftfeuchtigkeit Kreislaufprobleme.

Schutz vor Keimübertragung

Beim Thema Wellness während der Schwangerschaft gilt auf jeden Fall: Achten Sie auch auf eine mögliche Übertragung von Keimen. Die meisten Keime werden nicht im Wasser, sondern über den Boden, die Duschen, die Umkleidekabinen, Sitzgelegenheiten und gemeinsam verwendete Handtücher übertragen.

Legen Sie sich immer Ihr eigenes, trockenes Handtuch unter, wenn Sie sich hinsetzen, und benutzen Sie dieses dann nicht zum Abtrocknen des Intimbereichs.

Wenn Ihre Schwangerschaft komplikationsfrei verläuft und Sie diese Tipps beachten, müssen Sie Ihre Wellness-Gewohnheiten den Umständen eventuell etwas anpassen, aber keineswegs auf diese verzichten!

Bild-Copyright © Thomas Pompernigg/flickr (CC BY-SA 2.0)