Wie kommt es zu Schwangerschaftsstreifen? Wie kann ich vorbeugen?

Viel trinken, richtige Ernährung und Massage können helfen, Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen.
Viel trinken, richtige Ernährung und Massage können helfen, Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen.

Der Körper vollbringt während der Schwangerschaft wahre Wunder. Auch Ihre Haut muss in dieser Zeit Schwerstarbeit leisten: Der Bauchumfang wächst rasant, oft verändert sich auch an anderen Stellen der Körper binnen kürzester Zeit.

Damit die Haut diesen Veränderungen schnell genug „folgen“ und sich dehnen kann, werden Hormone ausgeschüttet, die das Stützgewebe auflockern und somit dehnbarer machen. Dennoch kann es zu Rissen im Unterhautgewebe kommen, oft am Bauch und an den Brüsten. Die rotvioletten Streifen werden als Schwangerschaftstreifen bezeichnet. Wie stark eine Schwangere davon betroffen ist, hat viel mit der Beschaffenheit ihres Bindegewebes zu tun – und die ist leider größtenteils genetisch bedingt.

So können Sie Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

Nach der Schwangerschaft verblassen die Schwangerschaftsstreifen allmählich und bilden sich, wenn auch oftmals nicht ganz vollständig, wieder zurück. Schwangerschaftsstreifen kann man nicht immer verhindern, aber man kann immerhin ein Stück weit vorbeugen. Wichtig ist, dass Sie die folgenden Tipps möglichst konsequent umsetzen:

> Stärken Sie das Bindegewebe, indem Sie möglichst viel trinken – 2 bis 2,5 Liter Wasser oder Kräutertees täglich. Meiden Sie dagegen Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke.

> Die Nährstoffe, die Sie mit der Nahrung aufnehmen, beeinflussen auch den Zustand der Haut: Das Bindegewebe profitiert von einer ausgewogenen Ernährung mit Vollkornprodukten sowie frischem Gemüse und Obst. Verzichten Sie auf Lebensmittel, die viel Zucker, Salz und Fett enthalten.

> Bewegen Sie sich regelmäßig. Gehen, Walken, Schwimmen oder Radfahren sind die für Schwangere empfohlenen Sportarten, die Sie jeden Tag wenigstens eine halbe Stunde lang ausüben sollten, es sei denn, Ihre Frauenärztin rät Ihnen momentan davon ab.

> Wenn Sie allmorgendlich mit Wechselduschen in den Tag starten, stabilisiert das nicht nur Ihren Kreislauf, sondern unterstützt auch die Durchblutung der Haut. Beim Duschen können Sie die Haut auch noch mit sanften, kreisenden Bewegungen massieren. Sparen Sie die Brustwarzen dabei aus, da sie zu empfindlich sind. Für die Massage können Sie einen Luffa-Handschuh oder eine Massagebürste verwenden.

> Direkt nach dem Duschen können Sie Ihre Haut mit Lotionen, Fluids oder Ölen pflegen. Verwenden Sie Produkte ohne Parfüm und Konservierungsstoffe. Mit Calendula-, Jojoba- oder Mandelöl können Sie Ihre Haut massieren. Diese Öle haben hierbei eine durchblutungsfördernde Wirkung.

> Auch Zupfmassagen – mit oder ohne Öl – an Bauch, Po und Oberschenkeln helfen. Führen Sie diese Massagen am besten zweimal täglich durch, am besten bequem im Liegen. Nehmen Sie die obere Hautschicht zwischen Daumen und Zeigefinger und kneten Sie jede Stelle leicht durch. Wenn Sie Zupfmassagen nicht mögen, können Sie stattdessen die Oberschenkel und den Po auch mit sanften kreisenden Bewegungen massieren.
ACHTUNG: Massieren Sie Ihren Bauch jetzt nur ganz sanft, denn große kreisende Bewegungen und eine zu heftige Massage können Wehen anregend wirken.

Bild-Copyright © lina smith/flickr (CC BY 2.0)