Zervixinsuffizienz und Schwangerschaft

Eine Zervixinsuffizienz erleiden ca. 3% aller Schwangeren vor der 37. Schwangerschaftswoche.

Der Gebärmutterhals (Zervix) hat normalerweise eine Länge von zwei Zentimetern und mündet zur Scheide hin in den Muttermund. Der Muttermund ist im Normalfall bis zur Geburt fest verschlossen. Im Verlauf der Schwangerschaft verlängert sich der Gebärmutterhals bis zu einer Länge von etwa vier Zentimetern.

Die Länge des Gebärmutterhalses kann durch vaginalen Tastbefund ermittelt werden. Normalerweise wird sie jedoch per Ultraschall gemessen. Verkürzt sich der Gebärmutterhals vorzeitig auf eine Länge von unter 2,5 Zentimetern, und geht dies mit einer Öffnung des Muttermundes einher, so droht eine Frühgeburt.

Eine Zervixinsuffizienz tritt am häufigsten zwischen dem 4. und dem 6. Schwangerschaftsmonat auf. Die Ursachen können verschieden sein. Manchmal ist sie eine Folge vorangegangener schwieriger Geburten, einer Gebärmutteroperation oder eines vorangegangenen Schwangerschaftsabbruchs. Ebenso können Infektionen eine Zervixinsuffizienz zur Folge haben. Auch bei Mehrlingsschwangerschaften kommt es oft zu einer Überdehnung des Gebärmutterhalses

Bei Zervixinsuffizienz sollte die Schwangere, je nach Stadium der Schwangerschaft, und je nach Länge der Zervix, bis zur Geburt strenge Bettruhe einhalten. Ist das Risiko einer Frühgeburt zu groß, kann eine Cerclage gelegt werden.

Sind Bindegewebsschwächen bekannt und gab es bereits in vorherigen Schwangerschaften Probleme mit dem Gebärmutterhals, sollte sich die Frau von Anfang an schonen. Es sollten keine schweren Gegenstände gehoben und keine anstrengenden Arbeiten verrichtet werden. Nur durch Schonung kann einer erneuten Gebärmutterhalsschwäche vorbeugt werden. Bei Mehrlingsschwangerschaften ist das Risiko erhöht, daher ist hier generell Schonung zu empfehlen.

Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt darüber. Mehr Informationen finden Sie in Ihrem BabyCare-Ratgeber.