Angst vor den Schmerzen

Viele Ängste in Bezug auf eine Geburt beziehen sich auf die erwarteten Schmerzen. Vor allem Erstgebärende schwanken häufig zwischen der Angst vor dem Schmerz und dem Wunsch, sich und dem Kind eine Geburt ohne Medikamente zu ermöglichen. Die Wahrnehmung dieser körperlich bedingten Schmerzen ist aber sehr unterschiedlich. Jede Frau hat eine andere, individuelle Schmerzgrenze. Auch gibt es Unterschiede, die mit der Gewöhnung an eine bestimmte Schmerzstärke zu tun haben, also in der zeitlichen Anpassung an die Belastung. Bei Sturzgeburten, die sehr schnell und heftig verlaufen können, wird der Schmerz oft stärker wahrgenommen, als bei solchen Geburten, die in einem normalen zeitlichen Ablauf über einige Stunden hinweg erfolgten. Schmerzen werden auch bestimmt durch das Größenverhältnis zwischen dem Körperbau der Mutter und dem des Kindes.

Informieren Sie sich über Möglichkeiten der Schmerzlinderung unter der Geburt bereits während der Schwangerschaft! Setzen Sie sich intensiv mit der Geburt auseinander, sodass Ihnen eventuell ein wenig die Angst davor genommen wird. Sprechen Sie auch mit Ihrer Hebamme, dem Arzt, Ihrem Partner oder der besten Freundin über die Ängste.

Autoren:
Dr. Renate Kirschner (Doktor der Erziehungswissenschaften; seit mehr als 25 Jahren in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Beratung tätig)
Dr. Wolf Kirschner (Doktor der Philosophie; seit 1997 in den Bereichen Epidemiologie, Evaluations- und Interventionsforschung, Gesundheitsförderung und Prävention tätig)
Priv. Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel Schäfer (Doktor der Medizin, Doktor der Naturwissenschaften, Frauenarzt)
Geprüft durch das wissenschaftliche Beratungskomitee von BabyCare.

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