Der Blasensprung

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Der Blasensprung

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Bei einem Blasensprung wird unterschieden zwischen einem vorzeitigen, frühzeitigen und rechtzeitigen Blasensprung.

Rechtzeitiger Blasensprung: Bei etwa zwei Dritteln aller Geburten springt am Ende der Eröffnungsperiode (d.h. der Muttermund ist bereits vollständig auf) die Fruchtblase. Wenn dieses bei Ihnen der Fall ist, so befinden Sie sich in der Regel bereits in der Klinik und kurz vor den Presswehen.

Frühzeitiger Blasensprung: Hierbei springt die Fruchtblase während der Eröffnungs­periode, auch in diesem Fall befinden sich die Frauen in der Regel bereits in der Klinik.

Vorzeitiger Blasensprung: Hierbei springt die Fruchtblase vor Beginn der Eröffnungsperiode, d.h. die Wehen haben noch nicht eingesetzt und der Muttermund ist noch (annähernd) vollständig verschlossen. In diesem Fall besteht die Gefahr einer aufsteigenden Infektion mit Fieber. Des Weiteren besteht die Gefahr eines Nabelschnurvorfalls (0,5 Prozent aller Geburten), wobei es besonders bei einer Schädellage zu einer Nabelschnurkompression kommen kann, und dadurch zu einem Sauerstoffmangel des Kindes. Im Falle eines vorzeitigen Blasensprungs sollten Sie sich hinlegen und liegend in die Klinik transportieren lassen, auch wenn das Risiko eines Nabelschnurvorfalls gering ist. Sie haben dann das Anrecht auf einen Krankentransport, wenn keine andere Möglichkeit für Sie besteht, liegend in die Klinik transportiert zu werden.

Autoren:
Dr. Renate Kirschner (Doktor der Erziehungswissenschaften; seit mehr als 25 Jahren in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Beratung tätig)
Dr. Wolf Kirschner (Doktor der Philosophie; seit 1997 in den Bereichen Epidemiologie, Evaluations- und Interventionsforschung, Gesundheitsförderung und Prävention tätig)
Priv. Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel Schäfer (Doktor der Medizin, Doktor der Naturwissenschaften, Frauenarzt)
Geprüft durch das wissenschaftliche Beratungskomitee von BabyCare.

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