FAQ

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Allgemeines Beschäftigungsverbot

Beschäftigungsverbote laut §§ 4 und 8 des Mutterschutzgesetzes sind mit der Bekanntgabe der Schwangerschaft sofort wirksam. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, diese umzusetzen. Sie dürfen nicht an einem Arbeitsplatz beschäftigt werden, der gesundheitliche Gefahren für Sie oder Ihr Kind birgt. Jeder Arbeitgeber ist deshalb verpflichtet, Ihren Arbeitsplatz auf mögliche Gefährdungen hin zu überprüfen. Der Arbeitgeber trägt die volle Verantwortung dafür, dass die im §4 Mutterschutzgesetz definierten Beschäftigungsverbote eingehalten werden und…

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Bildschirmarbeit und sitzende Tätigkeiten

Neuere Untersuchungen lassen einen Zusammenhang zwischen Gesundheitsstörungen und den elektrischen und magnetischen Feldern an modernen Bildschirmgeräten nicht erkennen. Um dennoch auf eventuelle Sorgen von Schwangeren angemessen eingehen zu können, wird empfohlen, bei Schwangeren verstärkt den Betriebsarzt einzubeziehen. Dabei sollten sämtliche Faktoren für eine gesundheitsgerechte Arbeitsplatzgestaltung, z. B. auch Vermeidung lang andauernder einseitiger Körperhaltung, monotoner Tätigkeiten oder von Zeitdruck, besprochen werden. Durch entsprechende Organisation des Arbeitsablaufs, z. B. durch wechselnde…

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Fragen zur Schwangerschaft im Vorstellungsgespräch

Die Frage zur Schwangerschaft in einem Vorstellungsgespräch ist grundsätzlich unzulässig. Das heißt: Falsche Antworten haben keine Rechtsfolgen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 8.11.1990 entschieden, dass die Frage nach der Schwangerschaft Frauen unzulässig diskriminiert. Das BAG hat seine Rechtsprechung diesem Urteil angepasst. Es gibt dabei jedoch Ausnahmen! Ehrlich beantworten muss man die Frage nach einer Schwangerschaft dann, wenn: man schon bei Arbeitsbeginn bestimmte Arbeiten nicht ausführen kann, z.B. Mannequin,…

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Individuelles Beschäftigungsverbot

Die allgemeinen, d.h. arbeitsplatzbezogenen Beschäftigungsverbote bieten zwar bei normalem Schwangerschaftsverlauf einen ausreichenden Schutz für Mutter und Kind, sie können jedoch individuelle Beschwerden einzelner Mütter nicht immer ausreichend berücksichtigen. Der Gesetzgeber hat deshalb im Mutterschutzgesetz ein individuelles Beschäftigungsverbot verankert, das von der behandelnden Ärztin/vom behandelnden Arzt festgelegt werden kann. „Werdende Mütter dürfen nicht beschäftigt werden, soweit nach ärztlichem Zeugnis Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung…

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Kündigung während der Schwangerschaft

Vom Beginn der Schwangerschaft bis vier Monaten nach der Entbindung ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch das Unternehmen in der Regel unzulässig. Dies trifft auch zu, wenn zum Zeitpunkt der Kündigung eine Schwangerschaft vorlag und diese dem Arbeitgeber innerhalb von 2 Wochen nach Erteilung der Kündigung mitgeteilt wird. Kann diese Mitteilung aus unverschuldetem Grund nicht innerhalb der Frist erfolgen, kann eine Kündigung auch auf Grund einer späteren Mitteilung der…

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Kündigungsschutz bei befristeten Verträgen

Der Ablauf eines befristeten Arbeitsvertrages beendet das Arbeitsverhältnis, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Da hier keine Kündigung vorliegt, lassen sich die Schutzvorschriften nicht anwenden. Durch die Schwangerschaft, bzw. die Mutterschutzfristen wird das befristete Arbeitsverhältnis weder verlängert noch führen diese Umstände dazu, den Arbeitsvertrag zu erneuern. Aber auch bei befristeten Arbeitsverträgen kann eine Schwangerschaft nicht zur Kündigung derer führen. Bis zum Ende der Befristung haben schwangere Arbeitnehmerinnen die gleichen…

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Medizinisches Personal

Um eine Gefährdung oder eine Schädigung des Embryos zu vermeiden erfordert eine Schwangerschaft die Berücksichtigung von spezifischen ärztlichen und rechtlichen Belangen. Auch die physischen und psychischen Besonderheiten sind in einer Schwangerschaft zu beachten. Eine werdende oder stillende Mutter darf nicht ohne ausreichenden Schutz mit Stoffen, Zubereitungen oder Erzeugnissen, die ihrer Art nach erfahrungsgemäß Krankheitserreger übertragen können, beschäftigt werden. Der Arbeitgeber ist in erster Linie verpflichtet, durch betriebstechnische Maßnahmen sicher…

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Mehr-, Nacht- und Sonntagsarbeit

§8 des Mutterschutzgesetzes regelt Mehr-, Nacht- und Sonntagsarbeit folgendermaßen: Werdende und Stillende Mütter dürfen nicht in Nachtarbeit (zwischen 20 und 6 Uhr), nicht an Sonn- und Feiertagen und nicht mit Mehrarbeit beschäftigt werden. Sie dürfen nicht mehr als maximal 8 1/2 Stunden täglich oder 90 Stunden pro Doppelwoche, Frauen unter 18 Jahren täglich höchstens acht Stunden oder 80 Stunden in der Doppelwoche arbeiten. Gesetzliche Ruhepausen sowie die Fahrzeit (Wohnung–Arbeitsstelle)…

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Meldepflicht beim Arbeitgeber

Das Mutterschutzgesetz besagt, es bestehe Mitteilungspflicht der Schwangerschaft, sobald sie der Schwangeren bekannt ist. Da dies keine genaue Frist vorschreibt, ist es Ihre persönliche Angelegenheit, wann Sie sich tatsächlich Gewissheit über Ihren Zustand verschafft haben. Damit können Sie selbst entscheiden, wann Sie Chef oder Chefin informieren. Warten Sie jedoch nicht zu lange damit. Ein guter Zeitpunkt ist der vierte Monat, denn dann ist die Gefahr einer Fehlgeburt nicht mehr…

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Meldepflicht beim Arbeitsamt

Schwangere müssen genauso wie einem Arbeitgeber dem Arbeitsamt ihre Schwangerschaft mit voraussichtlichem Entbindungstermin melden. Denn die Schwangerschaft ist eine entscheidende, vermittlungsrelevante Eigenschaft der potentiell Arbeitssuchenden. Insofern ist die Meldung zwingend notwendig. Autoren: Dr. Renate Kirschner (Doktor der Erziehungswissenschaften; seit mehr als 25 Jahren in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Beratung tätig) Dr. Wolf Kirschner (Doktor der Philosophie; seit 1997 in den Bereichen Epidemiologie, Evaluations- und Interventionsforschung, Gesundheitsförderung und Prävention tätig)…

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