Vorzeitige Wehen

Von vorzeitigen Wehen spricht man, wenn lange vor der biologischen Reife des Kindes die Eröffnungswehen eintreten. Diese führen häufig zu Fehl- oder Frühgeburten. Bei vorzeitigen Wehen sollten Schwangere umgehend ihren Gynäkologen oder eine Klinik aufsuchen. In vielen Fällen ist eine gute Behandlung möglich. Oft ist strenge Bettruhe indiziert und eine Krankenhauseinweisung nicht zu vermeiden. In einigen Fällen können ggf. eine Magnesiumeinnahme und mehr Ruhe ausreichen.

Manche Frauen, gerade Erstgebärende, verwechseln vorzeitige Wehen mit den in der ca. 36. Schwangerschaftswoche auftretenden Senkwehen. Im Zweifel sollten Schwangere auch hier ihre Gynäkologin / ihren Gynäkologen oder ihre Hebamme fragen. Die direkten Ursachen des Einsetzens vorzeitiger Wehen sind unklar. Ab und zu auftretende leichte Wehen im Verlauf der Schwangerschaft sind durchaus normal und brauchen eine Schwangere nicht beunruhigen. Zumeist handelt es sich um in der Regel etwas Schmerzen verursachende Kontraktionen des Uterus – diese können jedoch auch manchmal ganz ohne Schmerzen erfolgen.

Autoren:
Dr. Renate Kirschner (Doktor der Erziehungswissenschaften; seit mehr als 25 Jahren in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Beratung tätig)
Dr. Wolf Kirschner (Doktor der Philosophie; seit 1997 in den Bereichen Epidemiologie, Evaluations- und Interventionsforschung, Gesundheitsförderung und Prävention tätig)
Priv. Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel Schäfer (Doktor der Medizin, Doktor der Naturwissenschaften, Frauenarzt)
Geprüft durch das wissenschaftliche Beratungskomitee von BabyCare.

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