Rollenverteilung nach der Geburt

Immer mehr Paare lehnen die traditionelle Rollenaufteilung zwischen Vater und Mutter ab, wonach primär die Mutter für den Säugling zuständig war. Es ist aber wichtig schon im Voraus zu besprechen, wie die zukünftige Rollenverteilung denn nun genau aussehen soll. Thematisiert werden kann hier die Bewältigung des Haushalts, die Versorgung des Säuglings und auch Überlegungen zur Freizeitgestaltung, z.B. ob und wann jedem Partner einmal eine Zeit nur für sich eingeräumt werden kann. Beide sollten sich bewusst sein, in Zukunft an Unabhängigkeit einbüßen zu müssen und es gilt, Verantwortung zu übernehmen. Sich auf den Partner verlassen zu können, gewinnt noch mehr an Bedeutung. Durch rechtzeitige Gespräche und Überlegungen hat man nach der Geburt schon einen bestehenden groben Plan, der Hilfe und Struktur geben kann.

Bei der Säuglingspflege sollte auch bewusst der Vater einen Part übernehmen; so wird erreicht, dass er sich im Umgang mit dem Baby schnell sicher fühlt und die Vater-Kind-Bindung gestärkt wird. Besonders direkt nach der Geburt und im Wochenbett ist für die Partnerin die Hilfe und Unterstützung ihres Mannes von großer Bedeutung.

Wenn die Herausforderungen der neuen Lebenssituation gemeinsam bewältigt werden und sich die Partner gegenseitig unterstützen, kann die gemeinsame Zeit zu dritt als kleine Familie so richtig genossen werden.

Autoren:
Dr. Renate Kirschner (Doktor der Erziehungswissenschaften; seit mehr als 25 Jahren in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Beratung tätig)
Dr. Wolf Kirschner (Doktor der Philosophie; seit 1997 in den Bereichen Epidemiologie, Evaluations- und Interventionsforschung, Gesundheitsförderung und Prävention tätig)
Priv. Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel Schäfer (Doktor der Medizin, Doktor der Naturwissenschaften, Frauenarzt)
Geprüft durch das wissenschaftliche Beratungskomitee von BabyCare.

 

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