Hormone in der Schwangerschaft

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Hormone in der Schwangerschaft

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Hormone steuern viele Abläufe in unserem Körper. Das ist sowohl bei der Frau so, als auch beim Mann. Wie sehr Hormone uns wirklich beeinflussen ist uns meist gar nicht klar. Dabei ist jedoch die Schwangerschaft eine Zeit, in der die Hormone eine besonders wichtige Funktion übernehmen. Denn all die Veränderungen, die sich bei einer Frau durch die Schwangerschaft einstellen, werden durch Hormone gesteuert. Jedoch auch in Zeiten der Menstruation oder der Wechseljahre sind Hormone eine wichtige Antriebskraft. Dies wird schon dadurch deutlich, dass viele Frauen sich vor ihrer Menstruation besonders reizbar oder labil fühlen, was dann auf ihre Hormone zurückzuführen ist. Dabei spüren 80 Prozent aller Frauen in der Zeit vor ihrer Menstruation körperliche und psychische Veränderungen.

Hormone sind Substanzen, die im Gehirn gebildet werden und dann in die Blutbahn eingebracht werden, als sogenannte Botenstoffe. Gebildet werden die Hormone in den Hormonregulatoren des Gehirns, des Hypothalamus und der Hypophyse, welche z.B. auch ein Hormon ausschüttet, dass für die Gebärmuttertätigkeit der Geburt benötigt wird. Dabei sorgt das Blut für die Verteilung der Hormone im Körper. Hormone können dabei im Körper sehr verschieden wirken z.B. hemmend, stimulierend, umstellend oder beschleunigend, je nach dem wie es die Situation gerade erfordert. Eines der bekanntesten Hormone, das die Frau bildet ist das Östrogen. Aber auch das hCG (humanes Chorion-Gonadotropin) ist ein wichtiges Hormon für die Frau. Dieses wird nur in der Zeit der Schwangerschaft gebildet und dient daher auch als Nachweis für eine Schwangerschaft bei einem Schwangerschaftstest. Es ist aber auch verantwortlich für die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft, wie z.B. Übelkeit, Hitze und Brustspannen. Dabei sind während der Schwangerschaft generell die Hormonmengen im Körper der Frau erhöht. Sie sorgen dann dafür, dass keine weiteren Eizellen heranreifen und so dann auch die Menstruation ausbleibt. Weiterhin bereiten sie den Körper der Schwangeren schon jetzt auch die Geburt vor, indem sie Bindegewebe und Beckenboden weicher machen. Aber auch generell wird der Organismus komplett auf die Bedürfnisse der Mutter und des Kindes vor, während und auch nach der Geburt vorbereitet.

Autoren:
Dr. Renate Kirschner (Doktor der Erziehungswissenschaften; seit mehr als 25 Jahren in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Beratung tätig)
Dr. Wolf Kirschner (Doktor der Philosophie; seit 1997 in den Bereichen Epidemiologie, Evaluations- und Interventionsforschung, Gesundheitsförderung und Prävention tätig)
Priv. Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel Schäfer (Doktor der Medizin, Doktor der Naturwissenschaften, Frauenarzt)
Geprüft durch das wissenschaftliche Beratungskomitee von BabyCare.

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