Medikamente und Schwangerschaft

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Medikamente und Schwangerschaft

Während der gesamten Schwangerschaft ist Vorsicht geboten, wenn es um die Einnahme von Medikamente geht. Viele der heute angebotenen Medikamente sind nicht ausreichend darauf geprüft, ob sie eine schädliche Wirkung auf den Embryo ausüben. Medikamente, bei denen die Schwangerschaft unter Gegenanzeigen aufgeführt wird, sollten nicht eingenommen oder sofort abgesetzt werden – im Extremfall kann es zu Fehlbildungen des Kindes kommen. Auch bei harmlosen Medikamenten kann es in bestimmten Abschnitten der Schwangerschaft zu Problemen kommen. Schwangere sollten aber auf jeden Fall kritisch mit Medikamenten umgehen, so wenig wie möglich einnehmen und wenn überhaupt, dies mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin absprechen und auf altbewährte Medikamente zurückgreifen. Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Medikamente (Gruppe C oder D, auf der Packung vermerkt), die Sie in der Apotheke kaufen können. Wenn Sie außer in gynäkologischer noch in anderer ärztlicher Behandlung sind, muss auch dort ihre Schwangerschaft bekannt sein! Also: Ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin, Ihrem Apotheker oder Ihrer betreuenden Hebamme sollten Sie keine Medikamente einnehmen, die Ihnen vor Ihrer Schwangerschaft verschrieben worden sind.

Häufig helfen auch einfache Hausmittel bei Beschwerden in der Schwangerschaft. Bei Kopfschmerzen hilft frische Luft oder legen Sie sich hin. Regelmäßige Bewegung, aber auch Entspannung und Ruhepausen sowie eine bewusste Körperhaltung können helfen. Eine kalte Kompresse oder Pfefferminzöl auf der Stirn wirkt oft Wunder. Verdauungsbeschwerden lassen sich durch die Umstellung der Ernährung auf mehr Ballaststoffe verbessern. Achten Sie auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Häufig leiden Schwangere unter einer verstopften Nase. Hier kann ein salzhaltiges Nasenspray Abhilfe schaffen.

Teilnehmerinnen am Babycare-Programm, die Medikamente verwenden, erhalten im Auswertungsschreiben Hinweise zu bestehenden und nicht bestehenden Risiken der Medikamente für das Ungeborene. Dieser Service erfolgt in Kooperation mit dem Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie in Berlin.