Wissenswertes rund um die Schwangerschaft

Jede Frau ist im Laufe ihrer Schwangerschaft immer wieder mit neuen Fragen konfrontiert, auf die sie gerne umgehend eine Auskunft haben möchte. Das Team von BabyCare sammelt alle Fragen der Frauen, die am BabyCare-Programm teilnehmen. Die Antworten finden Sie im folgenden Themenkatalog.

Welche Nährstoffe in der Schwangerschaft besonders wichtig sind

Viele Frauen sind sich über die Bedeutung der Ernährung während der Schwangerschaft bewusst und greifen auf eine vollwertige Ernährung mit viel Obst und Gemüse zurück. Wichtig zu wissen ist: Egal was gegessen wird, das heranwachsende Kind isst immer mit. Wichtig für eine gesunde Entwicklung des ungeborenen Kindes ist insbesondere die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen in den ersten Schwangerschaftswochen. Dürfte eigentlich kein Problem sein, bei ganzjährig gut gefüllten Obst- und Gemüseregalen? Für die Mehrzahl aller wichtigen Mikronährstoffe trifft diese Einschätzung auch zu. Dennoch finden sich vier Ausnahmen: An Folsäure und Jod nehmen Frauen in der Regel lediglich die Hälfte der erforderlichen Menge bzw. noch weniger auf. Auch mit Calcium und Eisen sind einige Frauen unterversorgt.

Nehmen Frauen ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu sich, haben sie seltener eine Fehl- oder Frühgeburt und können ihr Kind besser vor Erkrankungen schützen.

  • Folsäure (Vitamin B 9) verringert die Gefahr kindlicher Fehlbildungen.
  • Jod verhindert die Kropfbildung und verringert das Risiko geistiger Entwicklungsstörungen.
  • Eisen verhindert die Entstehung einer Anämie (Blutarmut), die u. a. zu Herz-Kreislauferkrankungen führen kann.
  • Calcium verringert bestimmte Herz-Kreislauferkrankungen sowie verschiedene schwere Komplikationen in der Schwangerschaft.

Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Ernährungsanalyse in der Schwangerschaft, mit der eine Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen erkannt werden kann, sinnvoll. Darüber hinaus ist bereits vor der Schwangerschaft eine Ernährungsanalyse zu empfehlen. Denn einerseits kann ein Verhüten mit der Pille die Aufnahmefähigkeit von Mikronährstoffen wie Jod und Folsäure mindern und zum anderen erhöht ein Folsäuremangel bereits in der Zeit der Befruchtung das Risiko für Fehlbildungen des Kindes. Eine Ernährungsanalyse auf der Grundlage des 7-Tageprotokolls der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist Teil des BabyCare Programms, kann aber unter http://www.babycare-nutrition.de auch einzeln angefordert werden.

Autoren:
Dr. Renate Kirschner (Doktor der Erziehungswissenschaften; seit mehr als 25 Jahren in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Beratung tätig)
Dr. Wolf Kirschner (Doktor der Philosophie; seit 1997 in den Bereichen Epidemiologie, Evaluations- und Interventionsforschung, Gesundheitsförderung und Prävention tätig)
Priv. Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel Schäfer (Doktor der Medizin, Doktor der Naturwissenschaften, Frauenarzt)
Geprüft durch das wissenschaftliche Beratungskomitee von BabyCare.
Beitrag erstellt am: 16.08.16 16:02
Beitrag zuletzt aktualisiert am: 16.08.16 16:02
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