Wissenswertes rund um die Schwangerschaft

Jede Frau ist im Laufe ihrer Schwangerschaft immer wieder mit neuen Fragen konfrontiert, auf die sie gerne umgehend eine Auskunft haben möchte. Das Team von BabyCare sammelt alle Fragen der Frauen, die am BabyCare-Programm teilnehmen. Die Antworten finden Sie im folgenden Themenkatalog.

Sojaprodukte in der Schwangerschaft

Es finden sich verschiedene Meinungen zum Verzehr von Sojaprodukten in der Schwangerschaft, wobei es keine abschließend wissenschaftlich gesicherten Untersuchungen für einen negativen Einfluss des Verzehrs auf die Schwangerschaft gibt. Sojaprodukte sind in Verdacht geraten, da ein Tierversuch zeigte, dass bei hohen Dosierungen Fehlbildungen beim männlichen Nachwuchs aufgetreten sind. Tatsächlich führt zu viel Östrogen in der Schwangerschaft zu einem erhöhten Risiko für kindliche Fehlbildungen. Sojaprodukte enthalten sogenannte Phytoöstrogene (pflanzliche Östrogene). Diese sind in ihrer Wirkung ähnlich dem körpereigenen Östrogen, allerdings schwächer.

Diese wissenschaftlichen Befunde sind zunächst durchaus ernst zu nehmen. Allerdings spricht Einiges dafür, dass ein Risiko in der Schwangerschaft durch den Verzehr von Sojaprodukten - wenn es überhaupt besteht – doch sehr gering ist. Einmal sind die Ergebnisse von Tierversuchen nicht ohne weiteres auf Menschen übertragbar. Zum anderen sind die Dosierungen in solchen Versuchen oftmals sehr hoch. Zwar zeigen sich in asiatischen Ländern – in denen viele Sojaprodukte verzehrt werden - erhöhte Fehlbildungsraten, doch können diese nicht ohne weiteres auf den Konsum von Soja zurückgeführt werden.

Das angesehene aid-Institut schreibt dazu: „Uns liegen keine Hinweise vor, dass Phytoöstrogene in der Schwangerschaft einen Schaden anrichten. (...) Deshalb ist es kein Problem, wenn Sie täglich Sojaprodukte essen. Im Rahmen einer vollwertigen Ernährung werden drei Portionen Milchprodukte empfohlen (z. B. ein Glas Milch, ein Becher Jogurt, eine Scheibe Käse). In diesem Rahmen sollte sich auch die Aufnahme von Sojaprodukten bewegen.“

Wichtig ist es aber zu beachten, dass Sie Ihren Calciumbedarf nicht allein über Sojaprodukte decken, sondern auch über Milchprodukte (vorausgesetzt Sie haben keine Laktoseunverträglichkeit). Sie können nach Absprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt auch zusätzlich Calcium einnehmen, dieses aber nur, wenn Sie den Bedarf nicht anders decken können.

Autor: baby-care.de
Geprüft durch das wissenschaftliche Beratungskomitee von BabyCare.
Beitrag erstellt am: 28.08.15 15:49
Beitrag zuletzt aktualisiert am: 28.08.15 15:49
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