Wissenswertes rund um die Schwangerschaft

Jede Frau ist im Laufe ihrer Schwangerschaft immer wieder mit neuen Fragen konfrontiert, auf die sie gerne umgehend eine Auskunft haben möchte. Das Team von BabyCare sammelt alle Fragen der Frauen, die am BabyCare-Programm teilnehmen. Die Antworten finden Sie im folgenden Themenkatalog.

Warum Folsäure so wichtig ist!

Folsäure zählt zu einem der kritischen Mikronährstoffe, mit denen gerade Schwangere unbedingt ausreichend versorgt sein sollten. Schon zu Beginn der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Folsäure auf ca. das Doppelte an. Deshalb gilt es in einer Schwangerschaft besonders auf die Zufuhr dieses Nährstoffes zu achten. Die meisten Schwangeren schaffen es nicht, die empfohlene Tagesmenge an Folsäure (0,6 mg) über die Ernährung aufzunehmen, so dass eine Supplementation durch Vitamin- oder Mineralpräparate erforderlich wird. Im Zusammenhang mit der Folsäure sind insbesondere die ersten Wochen der Schwangerschaft von Bedeutung, da es bereits in der zweiten und dritten Schwangerschaftswoche zur Ausbildung von Fehlbildungen beim Kind kommen kann.

In der Schwangerschaft ist Folsäure (ein B-Vitamin) einer der wichtigsten Mikronährstoffe, an dessen Einnahme man unbedingt denken sollte. Sie ist maßgeblich an der Bildung und Reifung von roten Blutkörperchen beteiligt. Darüber hinaus ist Folsäure an der Steuerung der Zellteilung und am Wachstum beteiligt. Bei einem Mangel kann es u. a. zu Blutarmut und Verdauungsstörungen bei der werdenden Mutter kommen. Ein Mangel an Folsäure kann aber auch zu Fehlbildungen beim Kind oder zu Fehlgeburten führen. Gravierend ist bei einer Unterversorgung vor allem die Gefahr eines sogenannten Neuralrohrdefektes, also von Fehlbildungen im Bereich des Rückenmarks und des Gehirns des Babys.

Folsäure sollte man daher bei bestehendem Kinderwunsch möglichst schon vor der Schwangerschaft (z. B. nach dem Absetzen der Pille) zu sich nehmen. Die Schwangere sollte versuchen die empfohlene Menge an Folsäure durch die Ernährung aufzunehmen. Dabei sind Spinat, Broccoli, Rosen- Grün- und Blumenkohl, Eigelb, Endivien, Spargel, Tomaten, Weizenkeime und Roggenvollkorngetreide und unter den Obstsorten Apfelsinen, Bananen und Mangos reich an Folsäure. Leider ist Folsäure sehr hitzeempfindlich, wird also durch Kochen zerstört. Auch eine lange Lagerung führt zu einer Verstörung der Folsäure in den Lebensmitteln. Es sollte daher möglichst frisches Gemüse verwendet werden. Sollte es Ihnen nicht gelingen genügend Folsäure durch die Ernährung aufzunehmen, sollten Sie zusätzlich Folsäuretabletten mit 0,4 bis 0,8 mg pro Tag einnehmen. Über die genaue Dosierung und Einnahme sollten Sie sich jedoch auch noch einmal von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt beraten lassen.

Autoren:
Dr. Renate Kirschner (Doktor der Erziehungswissenschaften; seit mehr als 25 Jahren in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Beratung tätig)
Dr. Wolf Kirschner (Doktor der Philosophie; seit 1997 in den Bereichen Epidemiologie, Evaluations- und Interventionsforschung, Gesundheitsförderung und Prävention tätig)
Priv. Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel Schäfer (Doktor der Medizin, Doktor der Naturwissenschaften, Frauenarzt)
Geprüft durch das wissenschaftliche Beratungskomitee von BabyCare.
Beitrag erstellt am: 13.07.18 17:40
Beitrag zuletzt aktualisiert am: 13.07.18 17:40
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